Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Nennenswerte sportliche Ereignisse finden in diesem Monat leider nicht statt. Schade

Blut

„Also hat Gott die Welt geliebt, daß er ihr seinen
eingeborenen Sohn gesandt hat, damit Keiner,
der an ihn glaubt, verloren gehe. – Wer aber
nicht glaubt, der ist schon gerichtet“

Pfingstmontag

Ist es der Glaube nur, dem du verheißen,
Dann bin ich tot.
O, Glaube, wie lebend’gen Blutes Kreisen,
Er tut mir not;
Ich hab‘ ihn nicht.
Ach, nimmst du statt des Glaubens nicht die Liebe
Und des Verlangens tränenschweren Zoll,
So weiß ich nicht, wie mir noch Hoffnung bliebe.… Weiterlesen

Still war der Tag, die Sonne stand
So klar an unbefleckten Domeshallen;
Die Luft, von Orientes Brand
Wie ausgedörrt, ließ matt die Flügel fallen.
Ein Häuflein sieh, so Mann als Greis,
Auch Frauen knieend; keine Worte hallen,
Sie beten leis!

Wolken ziehen auf

Wolken ziehen auf

Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Nicht zagen sie, fest steht dein Wort,
Doch bang und trübe muß die Zeit uns scheinen.
Die Stunde schleicht; schon vierzig Tag
Und Nächte… Weiterlesen

„Ich gehe zu Dem, der mich gesandt hat.“

Nicht eine Gnadenflamme hehr
Vor deinem Volke soll ich gehn;
Nein, ein versteinert Leben schwer
Wie Sodoms Säule muß ich stehn
Und um mich her
Die Irren träumend schwanken sehn.

Morgenrot

Und ob auch Öde mich umgibt,
Ob mich erstickt der Nebel fast,
Mir Wirbelsand die Augen trübt,
Doch weiß ich, daß mein Sinn dich faßt,
Daß er dich liebt,
Und daß du mich gesendet hast.

Den Lebenshauch halt ich von dir,
Unsterblich… Weiterlesen

Evang.: Vom guten Hirten

Ein guter Hirt lässt seine Schafe nimmer!
O wehe, Hirt! den ein verkümmert Lamm
Einst klagend nennen wird mit Angstgewimmer,
Ein blutend wundes, eins voll Wust und Schlamm.
Was willst du sagen? Schweig!
Dein Wort ist tot, der Stirne Zeichen Kains gleich.

Suche guten Hirten

Schaf sucht guten Hirten

Weh‘ Fürsten euch! die ihr des Volkes Seelen
Gen Vorteil wägt und irdisches Gedeihn.
Weh‘, Eltern! denen Kindes glänzend Fehlen
Weit lieber ist, als Einfalt sonder Schein.
Ihr warbt euch… Weiterlesen

Ich sehe in den Himmel und die Wolken verheißen übles. Statt Regen wird Blutregen fallen und der Saharastaub wird alles bedecken.

Unglücksrabe im Rosensteinpark

Monolog eines Unglücksraben im Rosensteinpark

Die Fußwege werden vor Dürre Wasser schwitzen und alles wird heiß und erbärmlich.

Warum quassele ich mir eigentlich den Schnabel fusselig? Und für wen? Wo sind die Schulschwänzer, die sonst meinen düsteren Prophezeiungen lauschen?

Ferien? Ferien vor der Dürrekatastrophe?

Na gut. Dann werde ich jetzt ein erfrischendes Bad auf dem Bürgersteig nehmen. Kann nicht… Weiterlesen

Evang.: Vom Cananäischen Weibe

Liebster Jesu, nur Geduld!
Wie ein Hündlein will ich spüren
Nach den Brocken deiner Huld,
Will mich lagern an die Türen,
Ob von deinen Kindern keines
Mir ein Krüstlein reichen will,
Hungerglühend, doch in meines
Tiefen Jammers Kunde still.

Abendlicht

Um Geduld fleh ich zu dir:
Denn ich muß in großen Peinen
Einsam liegen vor der Tür,
Wenn von deinen klaren Weinen,
Deinen lebensfrischen Gaben
Mir der Duft herüberzieht.
Ach, ein Tropfen kann mich laben,
Meine Zunge… Weiterlesen

Gutmenschlich stinkender Fisch ohne Sahne

Gutmenschlich stinkender Fisch ohne Sahne

Als die Römer frech geworden, ging es mit ihnen bergab. Dekadenz breitete sich aus. Damit das dumme Volk nicht auf dumme Gedanken kam, bot man ihm Brot und Spiele an. Herrlich war es zu schauen, wie die Gladiatoren sich abschlachteten. Einen besonderen Höhepunkt gab es immer dann, wenn die beknackten Christen den wilden Tieren zum Fraße vorgeworfen wurden. Heißa, wie das Blut spritzte.

Auch Heute sind wir wieder in blutüberströmten Zeiten. Oh, wie gießen unsere… Weiterlesen