Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Marienaltar St. Albert, Stuttgart

Sturm

„Aber solches habe ich zu Euch geredet,
damit, wenn die Stunde kömmt, Ihr daran
gedenket, daß ich es Euch gesagt habe.“
Erwacht! der Zeitenzeiger hat
Auf die Minute sich gestellt;
Dem rostigen Getriebe matt
Ein neues Rad ist zugesellt;
Die Glocke bebt, der Hammer fällt.

Die Glocke bebt, der Hammer fällt

Die Glocke bebt, der Hammer fällt

Wie den Soldaten auf der Wacht
Die Ronde schreckt aus dumpfer Ruh‘,
So durch gewitterschwüle Nacht
Ruft uns die Glockenstimme zu:
Wie nennst du dich? Wer bist denn du?

Und Mancher, der im langen Traum
Den eignen Namen fast verschlief,
Stieß nun von sich den schnöden Flaum
Und hastig die Parole rief,
So ernst die Glocke sprach und tief.

Wer möchte sich in solcher Zeit
Von deinem Heere schließen aus?
Was Lenz und Sonne hat zerstreut,
Das sucht im Sturme wohl sein Haus,
Nur Vagabunden bleiben draus.

Von der Zinne Rand

Von der Zinne Rand

Weiterlesen

„Über ein Kleines werdet ihr mich sehn.“

Ich seh‘ dich nicht!
Wo bist du denn, o Hort, o Lebenshauch?
Kannst du nicht wehen, daß mein Ohr es hört?
Was nebelst, was verflatterst du wie Rauch,
Wenn sich das Aug‘ nach deinen Zeichen kehrt?
Mein Wüstenlicht,
Mein Aronsstab, der lieblich könnte grünen,
Du tust es nicht;
So muß ich eigne Schuld und Torheit sühnen.

Die Sonne senkt den goldnen Gnadenstab

Heiß ist der Tag;
Die Sonne prallt von meiner Zelle Wand.
Ein traulich Vöglein flattert ein und… Weiterlesen

Die Sonne scheint prall auf unseren Balkon und der Sturm zerrt an den kahlen Ästen. Es ist schön draußen zu sitzen und sich den frühlingsfrischen Wind mit stürmischen Böen um die Nase streichen zu lassen.

Eichhörnchen in Sommerrain

In der kahlen Mannaesche sitzt ein Eichhörnchen und verspachtelt seelenruhig seine Eichel. Wie der Sturm weht, sieht man in diesem Bild an der ganz und gar atypischen Haltung des Eichhörnchenschwanzes.

Wie eine Irokesenbürste wird er an den Körper gedrückt.

Einfach nur die letzten schönen Tage des Jahres ausnutzen. Keine Eile, keine Hast. Zuschauen wie die Wäsche trocknet und dabei ein wenig Fellkosmetik betreiben.

Eichhörnchen vorm Balkon

Dieser Eichkater ist schlau! Er genießt, bevor das (Wahl)Ergebnis alles vermießt.

Man muss einfach die Dinge hinnehmen, wie sie geschehen. Jetzt ist Zeit zu faulenzen, nächste Woche ist Zeit Vorräte anzulegen.

Gewiss ist, dass der Winter kommt. Aber er kommt nicht jetzt!

Heute Morgen unfreiwillig belauscht:

Männer sind fürchterlich unpraktisch

„Westwärts, dem Meere entgegen.

Heroische Taten warten!

Kampf den Unbillen des Wetters!

Reiten auf tosenden Wellen. Tapfer dem Sturm entgegenhalten!!

Brausend, wogend, wallend!!

Der blanke Hans hat keine Macht!!!“

„Hast Du an die Schwimmwesten für die Kleinen gedacht?“

Auch im Rosensteinpark vollführt das Wetter die tollsten Kapriolen.