Seele

Annette von Droste-Hülshoff – Am zweiten Sonntage im Advent

Evang.: Von Zeichen an der Sonne

Wo bleibst du, Wolke, die den Menschensohn
Soll tragen?
Seh‘ ich das Morgenrot im Osten schon
Nicht leise ragen?

Spätes Morgenrot
Die Tage werden rot.

Die Dunkel steigen, Zeit rollt matt und gleich;
Ich seh‘ es flimmern, aber bleich, ach, bleich!

Mein eignes Sinnen ist es, was da quillt
Entzündet,
Wie aus dem Teiche grün und schlammerfüllt
Sich wohl entbindet
Ein Flämmchen und von Schilfgestöhn umwankt
Unsicher in dem grauen Dunste schwankt.

So muß die allerkühnste … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Am zweiten Sonntage im Advent”

Annette von Droste-Hülshoff – Am Allerseelentage

„Es kömmt die Stunde, in welcher Alle,
die in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes
Gottes hören werden“
Die Stunde kömmt, wo Tote gehn,
Wo längst vermorschte Augen sehn.
O Stunde, Stunde, größte aller Stunden,
Du bist bei mir und läßt mich nicht,
Ich bin bei dir in strenger Pflicht,
Dir atm‘ ich auf, dir bluten meine Wunden!

Alter Friedhof Freiburg
Alter Friedhof Freiburg

Entsetzlich bist du, und doch wert;
Ja meine ganze Seele kehrt
Zu dir sich, in des Lebens Nacht … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Am Allerseelentage”

Annette von Droste-Hülshoff – Pfingstsonntag

Still war der Tag, die Sonne stand
So klar an unbefleckten Domeshallen;
Die Luft, von Orientes Brand
Wie ausgedörrt, ließ matt die Flügel fallen.
Ein Häuflein sieh, so Mann als Greis,
Auch Frauen knieend; keine Worte hallen,
Sie beten leis!

Wolken ziehen auf
Wolken ziehen auf

Wo bleibt der Tröster, treuer Hort,
Den scheidend doch verheißen du den Deinen?
Nicht zagen sie, fest steht dein Wort,
Doch bang und trübe muß die Zeit uns scheinen.
Die Stunde schleicht; schon vierzig Tag
Und Nächte … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Pfingstsonntag”

Annette von Droste-Hülshoff – Am ersten Sonntage nach Ostern

Evang.: Jesus geht durch verschlossene Türen

und spricht: „Der Friede sei mit Euch!“
Und hast du deinen Frieden denn gegeben
An Alle, die dich sehnen um dein Heil,
So will ich meine Stimme auch erheben:
Hier bin ich, Vater, gib mir auch mein Teil!
Warum sollt‘ ich, ein ausgeschloß‘nes Kind,
Allein verschmachtend um mein Erbe weinen?
Warum nicht sollte deine Sonne scheinen,
Wo doch im Boden gute Keime sind?

Jesus geht durch verschlossene Türen

Oft mein‘ ich zwar, zum Beten sei genommen
Mir alles Recht, … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Am ersten Sonntage nach Ostern”

Dem Teufel ein Schnippchen schlagen

Und so kam es, dass der verarmte Mann von Welt keinen anderen Ausweg mehr sah, als diesen:

Moment! Wir sind doch emanzipiert.

Und so kam es, dass die verarmte Frau von Welt keinen anderen Ausweg mehr sah, als diesen: Sie wollte den Teufel um Ruhm, Reichtum und Ehre, die eigentlich weniger, bitten. Ja, das plante sie. Doch sie, sie war ja gebildet, wollte sich nicht vom Teufel vernaschen lassen, also ihre Seele dem Satan geben. Sie lies sich also eine List einfallen, die sie vor der ewigen Verdammnis retten sollte.

Fisch
Der Teufel kann auch anders daherkommen.
Es muss nicht immer der Ziegenbock sein.

Und so tat sie, was sie meinte tun zu müssen, rief den Teufel an, bat um Ruhm, Reichtum und Ehre, die eigentlich weniger, und bekam sie ohne Schwierigkeiten gewährt.

Doch dann kam der berüchtigte Bocksfuß und der Teufel wollte wissen, wann er den ihre Seele holen könne. „Ja“, sagte sie, ihre List zur Anwendung bringend, „hole sie am Abend der Heiligen Trutzifallduda, dann bin ich bereit meinen Teil des Handels einzugehen und dir meine Seele zu geben.“

Das war die List der armen Frau im Geiste. Eine Heilige Trutzifallduda hatte sie sich ausgedacht. Diese Heilige konnte es also nicht geben, damit konnte der dämliche Teufel nicht ihre Seele holen.

Einen Moment zögerte der Teufel, die Frau bekam schon Angst, er würde ihre List durchschauen, dann willigte er ein.

Die Frau lebte vergnügt in Saus und Braus durch den Frühling, der Sommer kam mit all seinen schönen Seiten und dann kam der Herbst.

Gut gerüstet für die afterlife Party

Thomas von Aquin lehrt: „Die geringste Strafe im Fegfeuer ist schlimmer als das größte Leid auf Erden.“

Alter Friedhof Freiburg
Es gibt ein Leben nach dem Tod. Jetzt für das Beste vorsorgen!

Anna Katharina Emmerich, Ordensfrau, Seherin und Stigmatisierte: „Alles, was der Mensch denkt, spricht und tut, hat in sich etwas Lebendiges, das fortwirkt zum Guten oder zum Bösen.“

Also: Vorsorge betreiben und die Seele regelmäßig aufräumen.

Beichte und Ablass!

Ein gelungenes All Inclusive Paket für die Reise danach.

Annette von Droste-Hülshoff – Am fünften Sonntag in der Fasten (1. Passionssonntag)

Evang.: Die Juden wollen Jesum steinigen

Die Propheten sind begraben,
Abraham ist tot!
Millionen Greis‘ und Knaben
Und der Mägdlein rot,
Viele, die mir Liebe gaben,
Denen ich sie bot:
Alle, alle sind begraben,
Alle sind sie tot!

Steine

Herr, du hast es mir verkündet,
Und dein Wort steht fest,
Daß nur der das Leben findet,
Der das Leben läßt.
Ach, in meiner Seele windet
Es sich dumpf gepreßt;
Doch du hast es mir verkündet,
Und dein Wort steht fest.

Aber … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Am fünften Sonntag in der Fasten (1. Passionssonntag)”

Drei konkrete Ratschläge zu Glaubensfreude und gesundem Menschenverstand

„Es gibt keinen Grund, nicht mit Freude zu glauben, denn ein nichtfreudiger Glaube ist kein echter Glaube, weil ihm das Vertrauen fehlt.

Baden im Frühling
Baden im Frühling ohne Chesterton

Mit dem Menschenverstand ist das hingegen so eine Sache. Manchmal wünschte man sich, man hätte ihn schon verloren, damit man all das nicht mehr realisieren muß, was den Glauben in unseren Tagen zerstört. Andererseits braucht man gesunden Menschenverstand, um die Spreu vom Weizen unterscheiden zu können. Und da Vernunft und Glaube zur Erkenntnis Weiterlesen “Drei konkrete Ratschläge zu Glaubensfreude und gesundem Menschenverstand”

Waschtag

Früher, also in der guten alten Zeit, war es üblich einmal in der Woche sich gründlich überall zu reinigen, also baden. Waschtag!

Waschtag!
Waschtag!

Früher, also in der guten alten Zeit, war es üblich, wenigstens einmal im Monat die Seele gründlich zu reinigen. Waschtag für die Seele: BEICHTEN!

Todsünden

Todsünden sind nicht die Hauptsünden, wie es Film, Funk oder Märchenwelt erzählen. Todsünden, gemeinhin schwere Sünden genannt, sind Sünden, die man begeht, wenn man ein Gebot in einer wichtigen Sache mit vollem Wissen und Willen übertritt.

Die schwere Sünde heißt deshalb Todsünde, weil sie das übernatürliche Leben der Seele, die heiligmachende Gnade, tötet und als Strafe die Hölle verdient. „Jede schwere Sünde gibt der Seele den Tod“ (Gregor von Nazianz).

Katholischer Katechismus von Basel

Dazu der Baseler Katechismus:

435. Warum ist die Todsünde Weiterlesen “Todsünden”

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