Dem Teufel ein Schnippchen schlagen

Und so kam es, dass der verarmte Mann von Welt keinen anderen Ausweg mehr sah, als diesen:

Moment! Wir sind doch emanzipiert.

Und so kam es, dass die verarmte Frau von Welt keinen anderen Ausweg mehr sah, als diesen: Sie wollte den Teufel um Ruhm, Reichtum und Ehre, die eigentlich weniger, bitten. Ja, das plante sie. Doch sie, sie war ja gebildet, wollte sich nicht vom Teufel vernaschen lassen, also ihre Seele dem Satan geben. Sie lies sich also eine List einfallen, die sie vor der ewigen Verdammnis retten sollte.

Fisch
Der Teufel kann auch anders daherkommen.
Es muss nicht immer der Ziegenbock sein.

Und so tat sie, was sie meinte tun zu müssen, rief den Teufel an, bat um Ruhm, Reichtum und Ehre, die eigentlich weniger, und bekam sie ohne Schwierigkeiten gewährt.

Doch dann kam der berüchtigte Bocksfuß und der Teufel wollte wissen, wann er den ihre Seele holen könne. „Ja“, sagte sie, ihre List zur Anwendung bringend, „hole sie am Abend der Heiligen Trutzifallduda, dann bin ich bereit meinen Teil des Handels einzugehen und dir meine Seele zu geben.“

Das war die List der armen Frau im Geiste. Eine Heilige Trutzifallduda hatte sie sich ausgedacht. Diese Heilige konnte es also nicht geben, damit konnte der dämliche Teufel nicht ihre Seele holen.

Einen Moment zögerte der Teufel, die Frau bekam schon Angst, er würde ihre List durchschauen, dann willigte er ein.

Die Frau lebte vergnügt in Saus und Braus durch den Frühling, der Sommer kam mit all seinen schönen Seiten und dann kam der Herbst.
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Hat der Teufel die Ziege geholt, kann er den Bock auch noch haben

Was das Meckern angeht, landet die Ziege weit abgeschlagen hinter dem Menschen und auch für die Genderterroristen gilt: Die Ziege bringt keine Schafe zur Welt.

Blöde Sprüche! Ich bin diskriminiert!

Die Ziege, die am meisten meckert, gibt die wenigste Milch.

Die Ziege geht so lange in den Kohl, bis ihr Fleisch ist im Kasserol

Eine gesunde Ziege ist ein guter Bissen für den Wolf.

Eine Ziege hüte sich vor Böcken, die viel lecken.

Eine Ziege ist dem Wolf lieber, als zehn Paternoster.

Eine Ziege und ein Madel kosten mehr, als eine Kuh im Stadel.

Jeder schlachtet seine Ziege.

Weitere Ziegensprüche finden sich hier

205. Was hat Jesus also versprochen?

BrotJesus hat also versprochen, uns sein Fleisch und Blut zur Speise zu geben.

Die Juden und viele seiner Jünger glaubten ihm nicht. Jesus nahm aber kein Wort zurück. Wer nicht an das Altarsakrament glaubt, kann nicht sein Jünger sein. Judas, der ihm nicht glaubte, nannte er einen Teufel. Petrus bekannte: «Wir glauben . . . Du hast Worte des ewigen Lebens» (Joh 6,68).

Was Jesus hier versprochen hatte, erfüllte er beim letzten Abendmahl.

Baseler Katechismus, 1947

Das Märchen vom Teufel und dem Kirchenfürst

Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in einer großen bayrischen Stadt ein Kirchenfürst. Der Kirchenfürst hatte alles, was er sich nur wünschen konnte. Doch das reichte im nicht.

Georg Ausfluss
Georg Ausfluss, unsympathisch auf ganzer Linie

Da traf es sich eines Tages, dass der Teufel an ihn herantrat und zu ihm sprach: „Ich kann dir helfen, noch größer und noch mächtiger zu werden. Wenn du bereit bist, das zu tun, dann werde ich dafür sorgen, dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen und du schon bald in Rom bist.“

„Das will ich gerne machen“, antwortete der Kirchenfürst, „was soll ich tun?“

„Nun“, sagte der Teufel listig, „das ist ganz einfach. Du musst nur deinen Schäfchen erzählen, dass es mich nicht gibt und auch die Hölle nur eine böse Erfindung ist.“

Der Kirchenfürst willigte gerne ein und so tat er, wie ihm der Teufel geheißen. Und er machte sogar noch mehr, als vom Teufel gefordert, denn er sagte allen, die es hören wollten, dass es nicht nur keine Hölle und keinen Teufel gäbe, nein, er erzählte auch, dass die Kirche für die bösen Geschichten von der Hölle und den Qualen öffentlich Abbitte leisten müsse.“

Da der Kirchenfürst sich so bereitwillig dem Teufel ergeben hatte, wurde seine Macht größer und größer und bald schon gehörte er zu den wichtigsten Männern in Rom.

Gott sei Dank, liebe Kinder, ging dieser teuflische Plan nicht auf. Denn es gab noch gottesfürchtige Priester, die um den rechten Weg in den Himmel wussten. Sie predigten vom Seelenheil der Menschen und wie einfach es doch sei, in den Himmel zu gelangen – wenn man sich an Gottes Geboten hielte. Selbst wenn man Gottes Gebote mal nicht hielt, so erklärte diese katholischen Priester, so gab es immer noch den Weg der Reue, der wieder zu Gott führte.


Prälat Wilhelm Imkamp: Wie heiß ist die Hölle?

Die Priester priesen nicht nur Gott und predigten vom Himmel, Sünde und Umkehr, die Priester warnte auch davor, Gottes Weg zu verlassen. Auch über die Hölle wussten sie sehr anschaulich zu berichten, so dass jeder, der diese Worte hörte, verstehen konnte, was die Hölle für ein böser Ort ist.

Alte Gans und alter Has’ geben einen Teufelsfraß

Lecker ist auch: Die Gans geht ins Kraut, bis sie aus der Pfanne schaut und die Gans geht so lang in die Küche, bis sie am Spieß stecken bleibt.

Die Gans: Unscheinbar und ganz schmackhaft
Die Gans: Unscheinbar und ganz schmackhaft

Die Gans ist überaus vielseitig: Die Gans wird erst gegessen, dann schläft man auf ihr. Die Gans wird endlich kahl, wenn man lange genug rupft. Es gilt aber auch: Die Gänse rupft man auf dem Dorfe und die Bauern in der Stadt.

Natürlich besitzen Gänse gewisse hellsichtige Fähigkeiten: Wenn die Gänse stehen auf Einem Fuß, dann kommt ein Regenguss. Wenn die Gans vor Martini auf dem Eise ausglitscht, kann sie nach Sankt Martin ins Wasser tauchen.

Die Gans bückt sich, wenn sie durchs Tor geht oder wie der Bulgare sagt: Der Riese geht durch seine Stubentür aufrecht, aber der Zwerg bückt sich, wenn er durch das Stadttor von Schumla schreitet.

Die Gans wird kein Schwan, wenn sie den Hals auch noch so sehr ausdehnt.

Ganz schön lernfähig: Das Gänschen
Ganz schön lernfähig: Das Gänschen

Sanftes Gänschen, böse Gans. Was dich die Gans nicht lehrt, das lerne vom Esel und was Gänschen nicht lernt, lernt Gans nimmer mehr.

Und merke:
Die Gans lehrt den Schwan singen, was im russischen soviel wie „Der Stotterer will in Kiew Beredsamkeit lehren“ bedeutet.

Annette von Droste-Hülshoff – Am dritten Sonntag in der Fasten

Evang. : Jesus treibt den Teufel aus

„Mein Nam‘ ist Legion, denn unserer sind Viele!“
So spricht der finstre Geist.
Sein Nam‘ ist Legion, weh mir, daß ich es fühle!
Daß es mich zittern heißt!

Bedrohlich

Wo kindlich dem Gemüt in Einfalt und Vertrauen
Nichts als sein Jesu kund,
Da kann der Finstre nicht die wirren Höhlen bauen
Im einfach lichten Grund.

Doch du, mein schuldvoll Herz, in deinem eitlen Wissen,
In deinem irren Tun:
Wie sind dir tausend brand’ge Stellen aufgerissen,
Worin die Nacht kann ruhn!

Und raff‘ ich mich empor, und will ich mich erkühnen
Zu heil’gen Namens Schall,
O, könnte nicht vielleicht mein guter Wille dienen
Zu neuem schwerem Fall!

Denn daß die Welt mich nicht, die Menschen mich nicht kennen,
Die gleißend wie das Meer,
Daß sie mich oft sogar noch hell und freudig nennen,
Das senkt unendlich schwer!

Mich kennen muß die Welt, ich muß Verachtung tragen,
Wie ich sie stets verdient;
Ich Wurm, der den, den Engel kaum zu nennen wagen
Zu preisen mich erkühnt!

Düster

Laß in Zerknirschung mich, laß mich in Furcht dich singen,
Mein Heiland und mein Gott!
Daß nicht mein Lied entrauscht, ein kunstvoll sündlich Klingen,
Ein Frevel und ein Spott.

Ach, wer so leer wie ich in Worten und in Werken,
An Sinnen so verwirrt,
Dess Lied kann nur des Herrn barmherzig Wunder stärken,
Daß es zum Segen wird.

Ist nicht mein ganzer Tag nur eine Reihe Sünden?
Muß oft in Traumeswahn,
Oft wachend die Begier nicht zahllos Wege finden,
Nur nie die Himmelsbahn?

Tönt nicht der Kampfgesang der Lust von allen Seiten?
Und bringt er nicht den Sieg?
Ist nicht mein Leben nur ein flüchtig kraftlos Streiten,
Ein schmachbedeckter Krieg?

Und mein‘ ich eine Zeit, daß ich den Sieg errungen,
Weil die Begierde schwand:
Da bin ich ausgeschlürft wie von Empusenzungen,
Wie eine tote Hand!

Und ist mir’s eine Zeit, als will das Leben ziehen
Ins Herze gar erstarrt:
Da muß mit ihm zugleich der Übermut entglühen,
Der eines Hauchs geharrt.

Und wird mir’s endlich klar, umsprüht von Leidensfunken,
Wie klein, wie Nichts ich bin;
Da bin ich ausgebrannt, zu Asche eingesunken,
Verglüht an Geist und Sinn.

Dunkel

Das hast du selber dir, du schuldvoll Herz, zu danken;
Mein Jesu lieb und traut,
Wärst du nur irgend treu, er würde nimmer wanken
Von der geliebten Braut.

Doch daß du schlummernd läßt durch alle Tore ziehen
Den grausen Höllenbund,
Daß überall für ihn die Siegeskränze blühen
Aus deinem eignen Grund;

Daß du dich töricht wähnst in vollem hellem Laube,
Du armer dürrer Zweig!
Daß du, indes der Feind frohlockt in deinem Raube.
Dich herrlich wähnst und reich:

Das ist warum du stirbst, daß du in Wahnes Gluten
Nicht kennst den eignen Schmerz,
O, fühltest du dich selbst aus allen Adern bluten,
Du töricht frevelnd Herz!

So schaue deine Not! Noch fielen nicht die Schranken
Der dunklen Ewigkeit.
„Sein Nam‘ ist Legion“, o fasse den Gedanken!
Es ist die letzte Zeit!

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Fasten – Gute Werke der Abtötung

Der lebendige Glaube bringt gute Werke hervor. Jesus sagt: „Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen“ (Mt 3,10).

Das Kreuz

Als gute Werke empfiehlt die Heilige Schrift:

Beten: Werke der Frömmigkeit.

Fasten: Werke der Abtötung.

Almosen: Werke der Wohltätigkeit.

(Auch gottfrohe Arbeit und gottergebenes Leiden sind gute Werke.)

Fasten, Werke der Abtötung, was ist denn das? Viele hören nicht gern reden von Buße und Abtötung. Fasten ist die Enthaltung von Speise und Trank aus Liebe zu Gott zur Beherrschung der Triebe.

Dabei hat die Kirche das Fastengebot gegeben,
1. damit wir uns selbst beherrschen und die bösen Begierden bezähmen,
2. damit wir für unsere Sünden Buße tun und neue Gnaden erlangen,
3. weil Jesus selbst gefastet und uns dazu aufgefordert hat.

Für Sport, Gesundheit und beruflichen Erfolg nehmen sie jedoch manches Opfer auf sich, aber für das eigene Seelenheil, aus Liebe zu Gott? Fasten ist eine Waffe, mit der man den Teufel besiegt!

(Texte nach dem Baseler Katechismus)

Der Papst ruft – Der Teufel ist ein Verführer

Es gibt ein seltenes Blümlein, aber manchmal ist es zu finden. Noch viel seltener ist es, dass der Papst in seinen sogenannten Gebetsvideos zu Katholischem Gebet aufruft – eigentlich ist es seit Januar 2016 der erste monatliche Gebetsaufruf der katholisch ist.

Rosenkranzkönigin
Rosenkranzkönigin

Das Video vom Papst: Der Teufel ist ein Verführer. Deshalb lassen wir ihn, oft ohne es zu merken, in unser Leben. Das geschieht auch in der Kirche. Um das Böse zu bekämpfen und die Kirche zu schützen, bittet uns Papst Franziskus diesen Oktober darum, den Rosenkranz zur Jungfrau Maria und das Gebet zum Erzengel Michael zu beten: Schließt du dich diesem Aufruf an?

Merkwürdig ist das schon, denn der Rosenkranz und das Gebet zum Erzengel Michael gehört zum täglichen Gebet wie die Luft zum Leben, aber es kann ja nicht schaden, sich einmal vom Stellvertreter Christi daran erinnern zu lassen.

Warum sollen wir am Sonntag eine Predigt anhören?

Den beiden predigtflüchtigen Mädchen aus unserer Bankreihe gewidmet:

Hochaltar Maria Vesperbild

Wir sollen am Sonntag eine Predigt anhören, weil sie das Wort Gottes verkündet und die Gedanken der Menschen auf Gott lenkt.

Besuche willig und regelmäßig die Sonntagschristenlehre. Besonders wichtig und verpflichtend ist sie für die Schulentlassenen.

Wen der Teufel sicher haben will, den läßt er in keine Predigt mehr gehen“ (Augustinus).

Baseler Katechismus, 1947