Annette von Droste-Hülshoff – Fronleichnam

„Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise,
und mein Blut ist wahrhaftig ein Trank“

Brot

O fasse Mut; er ist dir nah!
Du hast sein Fleisch, sein heilig Blut
Genossen ja.
O meine arme Seele, fasse Mut;
Er ist ja dein, er ward dein Fleisch und Blut.

Nicht, wie ich sollte, reich und warm
Kam freilich ich zu deinem Mahl:
Ich war ein arm
Zerlumpter Gast; doch zitterte die Qual
In mir des Sehnens; Tränen sonder Zahl

Hab‘ ich vergossen in der Angst,
Die dennoch Freudeschauer war.
Sprich, warum bangst
Du vor der Arzenei so süß und klar,
Die Leben dir und Frieden bietet dar?

Wohl ist es furchtbar, seinen Gott
Zu einen mit dem sünd’gen Leib;
Es klingt wie Spott.
O Herr, ich bin ein schwach und wirres Weib,
Und stärker als die Seele ist der Leib!

So hab‘ ich schuldbeladen dir
In meiner Sünde mich vereint;
Doch riefst du mir
So laut wie Einem, der um Leben weint:
So ist es Gnade, was von oben scheint.

Und hast du des Verstandes Fluch
Zu meiner Prüfung mir gestellt:
Er ist ein Trug.
Doch hast du selber ja, du Herr der Welt,
Hast selber den Verführer mir gesellt.

Drum trau ich, daß du dessen nicht
Vergessen wirst an jenem Tag,
Daß dein Gericht
Mir sprechen wird: Den Irren seh‘ ich nach;
Dein Herz war willig, nur dein Kopf war schwach.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Hat der Teufel die Ziege geholt, kann er den Bock auch noch haben

Was das Meckern angeht, landet die Ziege weit abgeschlagen hinter dem Menschen und auch für die Genderterroristen gilt: Die Ziege bringt keine Schafe zur Welt.

Ziege
Live aus dem Gemüsebeet – Die Ziege

Die Ziege, die am meisten meckert, gibt die wenigste Milch.

Die Ziege geht so lange in den Kohl, bis ihr Fleisch ist im Kasserol

Eine gesunde Ziege ist ein guter Bissen für den Wolf.

Eine Ziege hüte sich vor Böcken, die viel lecken.

Eine Ziege ist dem Wolf lieber, als zehn Paternoster.

Eine Ziege und ein Madel kosten mehr, als eine Kuh im Stadel.

Jeder schlachtet seine Ziege.

Ich habe heute Morgen das Internet aufgeschlagen und auf der ersten Seite das Grauen gesehen. Schatten aus der Vergangenheit. Meckernde Ziegen sind ein Genuss dagegen.

Seuche der Saison

Viel zu wenig wird auf die Gesundheit geachtet. Eine ausgewogene fleischliche Ernährung ist das A und O des Wohlgefühls. Das weiß unsere Presse und weil ihr das stinkt, unternimmt sie wenigstens einmal pro Jahr den Versuch mit Gammelfleisch oder lustigen kleinen Würmern den McDonaldsfrieden zu stören. Wenn nicht mit üblem Essen terrorisiert werden kann, dann wenigstens mit geschlossenen Restaurants dank Covid 19 Variantenerfindungsreichtum.

Gesundheitsexperten
Gesundheitsexperten diskutieren am noch lebenden Patient

Dieses Jahr schlampt die Presse. Es war noch nicht einmal halbherzig von infizierten Haxen die Rede, geschweige denn vom neusten Covid 19 Downunder. Unser Gesundheitsminiister steht fast verloren da.

Deshalb habe ich mir einige Experten in die Redaktion geladen, um sie, unmoderiert, über dieses Presse-Malus diskutieren zu lassen:

„Verdorri nomma!“, entfuhr es Anton, der Gesundheitsexperte mit dem lila Geweih des Allwissenden, „was ist denn dieses Jahr die Seuche der Saison? Schweinepest? Rinderwahn? Wir wissen doch gar nicht woran Sancho Schimpansa sterben wird. Das geht doch nicht!“

„Haben wir schon gehabt“, erwiderte Hugo, der Gesundheitsexperte mit dem schwarzen Geweih, kurz angebunden. Das Drama um Sancho Schimpansa, dem sichenden Patienten, nahm ihn ganz in Beschlag. Dann überlegte er kurz und sagte beiläufig: „Vogelgrippe.“

„Ne, Hugo, Vogelgrippe is auch alt. Da hamse doch die ganzen Impfstoffe noch vernichtet, nä.“

Indigniert schaute Hugo Anton an: „Seit wann sprichst Du so komisch? Hat Anni einen automatischen Ruhrpottslangübersetzer gefunden?“

„Watt iss?“, blaffte Anton, „Quatsch. Aber welche Seuche ist’n nun en Vogue? Covid 87? 20 12? 2022?“

„Keine Ahnung. Noch ist keine amtlich bestätigte Katastrophenseuche gemeldet worden.“

„Merkwürdig. Sonst hat sich doch die Presse im April schon mit Katastrophenmeldungen überschlagen. Impfstoffe konnten nie rechtzeitig hergestellt werden, um dann im Herbst vernichtet zu werden.“

Hugo sah Anton sehr nachdenklich an. Dann nickte er bedeutsam: „Anton“, begann er, „warum redest Du jetzt wieder in richtigem Deutsch?“

„Die Lage ist ernst“, entgegnete Anton, ohne auf Hugos Bemerkung einzugehen, „vielleicht stirbt Sancho Schimpansa an einer ganz neuen Seuche und wir können ihm nicht helfen, weil kein Impfstoff vorhanden ist.“

„Ja“, entgegnete Hugo niedergeschlagen. Dann aber hellte sich sein Gesicht auf: „Anton, wir haben die nigelnagelneue Seuche der Saison gefunden. Jetzt werden wir endlich berühmt! Los, Theo! Gib endlich den Löffel ab!!!“

Sage keiner „Affenpocken“. Das könnte den Patienten zur Raserei bringen.

Zugvögel

Zugvögel, Zugvögel, törö,
Zugvögel, Zugvögel, hölldriö.

Gebratener Storch, echt lecker!
Gebratener Storch, echt lecker!

Zugvögel flattern und rattern,
Zugvögel knattern und brattern
ohne Unterlass.

Zugvögel, Zugvögel, törö,
Zugvögel, Zugvögel, hölldriö.

Das sind Kraniche!
Das sind Kraniche!

Zugvögel, schieres Fleisch
Zugvögel, die Federn müssen weg …

Zugvögel gegrillt ist vermutlich nicht so schmackhaft, aber im Ofen gebacken könnten sie wohl munden. Das gab es doch früher: Polnische Flugente. Echt lecker.

11. Fastentag 2021

Mmmmhm! Die Fastenzeit ist prima. Absolut klasse.

Graugans im Rosensteinpark
Der Fastenden Leid ist der Graugans Freud‘.

Abbruchfasten ist einmalig gut. Einmal am Tag satt essen und dann höchstens einen kleinen (oder auch zwei) Happen zwischendurch. Und das Beste ist, das Essen muss abstinent sein.

Abstinent ist sowas von super klasse! Abstinent heißt kein Fleisch oder Fleischprodukte von warmblütigen Tieren, also zum Beispiel Graugänsen wie mich.

Sonntags wird nicht gefastet. Ist halt so. Ich verziehe mich sonntags immer woanders hin, nie im Rosensteinpark.

So komme ich gut über die Runden.

5 Uhr Tee

Eigentlich wollte meine Annisekretärin als zum Fünf Uhr Tee leckeren Schwarzwälder Schinken, Salami und Eier verputzen.

Ein Fell mit Wolf drin und ein Schaf
Ein Fell mit Wolf drin und ein Schaf, das kratzt, beißt und spuckt, wenn man an sein Fell will. Die Wölfe wissen ein Lied davon zu singen.
ACHTUNG! Julchen ist ein gefährliches Killerschaf

Dann fiel ihr wieder die Mahnung der WHO ein. Geräuchertes Fleisch sei tödlich, krebserregend und ekelig! Meinen Hinweis, das geräuchertes Fleisch immer tödlich, nämlich für das geräucherte Schwein sei, nahm meine Annisekretärin gar nicht zur Kenntnis.

Sei’s drum. Jetzt bereitet sie das Abendessen vor. Richtig klasse mit Frischfleisch soll es sein, um ja keine krebserregenden Substanzen zu schlucken.

Ich habe meiner Annisekretärin schwarze Mamba empfohlen. Frisch erlegt von einem Mungo. Echt Lecker!

Nach dem betrachten des Films bin ich doch ein wenig nachdenklich geworden. Was wäre passiert, wenn die Schlange im Paradies vor Eva auf einen Mungo getroffen wäre? Vermutlich wäre viel Elend nicht geschehen.


„5 Uhr Tee“ weiterlesen

Für eine gute Fastenzeit

Die Fastenzeit ist eine privilegierte Zeit von vierzig Tagen, die uns von der Kirche angeboten wird, damit wir uns Gott wieder mehr zuwenden und die Vergebung unserer Sünden erhalten: gleichsam eine große jährliche Exerzitienzeit vom Aschermittwoch bis zum Osterfest, zu der die Kirche all ihre Kinder einlädt.

Pommes mit Mayo
Ein absolut erstklassiges Fastenessen: Pommes mit Mayo

Was macht man während der Fastenzeit?

Zunächst einmal das, was die Kirche vorschreibt:

1. Gläubige ab einem Alter von 14 Jahren sollen an den Freitagen und am Aschermittwoch kein Fleisch essen.

2. Die Gläubigen zwischen 18 und 60 Jahren sind gehalten, am Aschermittwoch und am Karfreitag zu fasten und an diesen Tagen viel Zeit im Gebet zu verbringen.

3. Alle Gläubigen sollen an sämtlichen Fastentagen Bußwerke vollbringen (Beten, Werke der Frömmigkeit oder Nächstenliebe, hochherzigere Erfüllung ihrer Standespflichten).

Pommes mit BigMäc
Ein absolutes „No Go“: Pommes mit BigMäc

Worin besteht das Fasten?

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Veganer Pein – Essen muss Todesqualen leiden

Zu Recht beschweren sich veganische Vegetarier und vegetarische Veganer, dass das Essen der Fleischfresser extrem leiden muss, bis es verdaut ist.

Lecker Rind
Kühe leiden nicht alleine

Die vegetarisch bzw. vegane Kost wird in den höchsten Tönen als lebensschonend gelobt. Aber wie heißt es so schön: Eigenlob stinkt.

Jahrelang hat eine subversive Forschergruppe mit Mikrofon und versteckter Kamera vegane Vegetarier bei der Essenszubereitung gefilmt. Das Resultat ist erschreckend. Nie hat man Essen so leiden sehen wie hier.

Hier zeigt sich, welchen Qualen das Essen ausgesetzt ist, bevor es endgültig tot, verspachtelt werden kann. Wer diesen Film gesehen hat, wird nie wieder vegan oder vegetarisch essen.

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Wunderbarer Veggy-day – Der Reiher rettet einen Fisch

Liebe Kinder, heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute ist Veggy-day. Da müssen alle Menschen besonders lieb sein. Menschen dürfen an diesem Tag kein Fleisch essen. Damit die armen Tiere auch einmal Ruhe haben.

Graureiher mit Fisch im Rosensteinpark
Behutsam setzt der liebe Graureiher das zappelnde Fischlein ins Wasser

Weil dieser Tag so wunderbar schön ist, haben auch die Tiere beschlossen, an diesem Tag besonders lieb zu sein. Auf dem Bild könnt ihr den Reiher sehen. Reiher essen besonders gerne Fisch. Aber nicht an Veggy-day. An Veggy-day sind Reiher besonders nett zu Fischen. Der Reiher auf dem Bild hat einen armen, zappelnden Fisch auf dem Ufer gefunden.

Und was macht der Reiher an Veggy-day?

Richtig, liebe Kinder, er nimmt den Fisch ganz behutsam in seinen Schnabel und setzt ihn vorsichtig wieder ins Wasser. Ist das nicht schön? So funktioniert der Veggy-day. Der Fisch heißt übrigens Renate und freut sich ganz dolle.

Liebe Kinder, was seit ihr bereit an Veggy-day zu tun? Verzichtet ihr freiwillig auf Bigmäcs? Auf Pfuibah Koteletts?

Wir, die Veggy-day-Freunde empfehlen die Gute Bio-Erdbeermarmelade. Garantiert ohne Fleisch. Die Früchte sind nur mit den naturbelassenen Milben, Würmern und Spinnen versehen. Aber die sind dafür schonend aufbereitet worden.