Himmel

Annette von Droste-Hülshoff – Am Neujahrstage

Das Auge sinkt, die Sinne wollen scheiden:
„Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden!
Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will.“
So neigt der Mensch sein Haupt an Gottes Güte,
Die alte fällt, es keimt die neue Blüte
Aus Eis und Schnee, die Pflanze Gottes, still.

Rose
Das Jahr wird sich entfalten wie diese Rosenknospe

Die Nacht entflieht, der Schlaf den Augenlidern:
„Willkommen junger Tag mit deinen Brüdern!
Wo bist du denn, du liebes neues Jahr?“
Da steht … Weiterlesen “Annette von Droste-Hülshoff – Am Neujahrstage”

Guten Morgen, sommersonnige Sonnenblume

Gestern war ein herrlicher Sommersonnentag. Die Wäsche auf dem wärmsten Balkon nördlich der Alpen trocknete im Nu.

Der Rosensteinpark bot ein wunderbar hässliches Fotografierlicht. Schlagschatten – dicke, dunkle Schlagschatten – machten der ambitionierten Tierfotografin das Leben schwer.

Warum also nicht einmal etwas anderes fotografieren als immer nur Tiere?

Sonnenblume
Sonnenblume im Rosensteinpark

Eine frisch erblühte Sonnenblume zum Beispiel. Bei genauerer Betrachtung sieht man allerdings, dass die Blüte erste Regentropfen trägt.

Was gestern nur angedeutet war, soll heute wahr werden. Regen in … Weiterlesen “Guten Morgen, sommersonnige Sonnenblume”

Ein Wetterchen zum Verlieben

Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit ein Wetterchen zum Verlieben. Die Sonne schien vom Himmel was das Zeug hielt, die Vögel jubilierten und tirilierten was ihre kleinen Kehlchen hergaben.

Bekloppte Krähe im Rosensteinpark
Diese Krähe ist ein Simulant!

Dann wurde es zuviel. Erst den Einen, im Laufe der Zeit auch den Anderen.

„Oh Jammer!“, hechelte die Krähe, „wann wird es wieder regnen?“

Da bekanntermaßen Krähen Vögel mit maggischen Fähigkeiten sind, dachte Himmel: „Okay!“ und begann erst Wolken zu bilden und dann … Weiterlesen “Ein Wetterchen zum Verlieben”

Aktennotiz – Die Hölle existiert nicht

Vorhin habe ich ein kurzes Gespräch mit einem Katholiken gehabt. Die Hölle sei Quatsch, sagte er, sie existiert gar nicht und wenn, dann sei sie leer.

Alter Friedhof Freiburg
Es gibt ein Leben nach dem Tod. Jetzt für das Beste vorsorgen!

Ich kenne diese Argumentation. Was aber sei, frage ich deshalb zurück, wenn die Hölle doch existiert und das ewige Leben darin schlimmer als dein schlimmster Albtraum sei?

Ich scheine einen wunden Punkt getroffen zu haben. Mein Gegenüber bekommt plötzlich Schweißausbrüche und seine … Weiterlesen “Aktennotiz – Die Hölle existiert nicht”

Annette von Droste-Hülshoff – Am Ostersonntag

O jauchze, Welt, du hast ihn wieder,
Sein Himmel hielt ihn nicht zurück!
O jauchzet, jauchzet, singet Lieder!
Was dunkelst du, mein sel’ger Blick?

Ave Maria
Wir wünschen unseren Lesern frohe Ostern

Es ist zu viel, man kann nur weinen,
Die Freude steht wie Kummer da;
Wer kann so großer Lust sich einen,
Der all so große Trauer sah?

Unendlich Heil hab‘ ich erfahren
Durch ein Geheimnis voller Schmerz,
Wie es kein Menschensinn bewahren,
Empfinden kann kein Menschenherz.

Vom Grabe ist mein Herr erstanden
Und grüßet Alle, die da sein;
Und wir sind frei von Tod und Banden
Und von der Sünde Moder rein.

Den eignen Leib hat er zerrissen,
Zu waschen uns mit seinem Blut;
Wer kann um dies Geheimnis wissen
Und schmelzen nicht in Liebesglut?

Ich soll mich freun an diesem Tage
Mit deiner ganzen Christenheit,
Und ist mir doch, als ob ich wage,
Da Unnennbares mich erfreut.

Mit Todesqualen hat gerungen
Die Seligkeit von Ewigkeit;
Gleich Sündern hat das Graun bezwungen
Die ewige Vollkommenheit.

Mein Gott, was konnte dich bewegen
Zu dieser grenzenlosen Huld!
Ich darf nicht die Gedanken regen
Auf unsre unermeßne Schuld.

Ach, sind denn aller Menschen Seelen,
Wohl sonst ein überköstlich Gut,
Sind sie es wert, daß Gott sich quälen,
Ersterben muß in Angst und Glut?

Und sind nicht aller Menschen Seelen
Vor ihm nur eines Mundes Hauch?
Und ganz befleckt von Schmach und Fehlen,
Wie ein getrübter dunkler Rauch?

Mein Geist, o wolle nicht ergründen,
Was einmal unergründlich ist;
Der Stein des Falles harrt des Blinden,
Wenn er die Wege Gottes mißt.

Mein Jesus hat sie wert befunden
In Liebe und Gerechtigkeit;
Was will ich ferner noch erkunden?
Sein Wille bleibt in Ewigkeit!

So darf ich glauben und vertrauen
Auf meiner Seele Herrlichkeit!
So darf ich auf zum Himmel schauen
In meines Gottes Ähnlichkeit!

Suchbild mit Flamingo

In diesem Bild ist ein Vogel versteckt. Wer ihn findet hat das schöne Gefühl nicht ganz blind zu sein.

Kormoran
Vogel in kahlem Baum vor blauem Himmel.
Novemberstimmung!

Na ja. Das Federvieh ist aber kein Flamingo, wie die Überschrift suggeriert, sondern ein Kormoran und die sind bei Fischern nicht gerade beliebt.

Das war’s

Nachdem der Mond also seit Jahren, wenn nicht Jahrtausenden am Himmel hing, mal rund, mal gar nicht zu sehen war, beschloss seine Umlaufbahn um die Erde zu verlassen, da gab es ein großes Wehgeschrei.

Mond
Der Mond war irgendwie stinksauer

Auf der Erde, nicht auf dem Mond, denn der Mond war stinksauer und er dachte seine Rache an der Erde auf kalte Art zu genießen.

Da half auch kein Matthias Claudius mehr.

So schnell

So schnell geht das. Gerade war es noch hell, dann innerhalb weniger Minuten wurde der Himmel rot.

Abend
Es wird Nacht. Finst’re Nacht

Dann schwarz. Nein, das ist kein Omen. Das ist die Realität: Es wird Nacht.

Gute Nacht

Anni Freiburgbärin von Huflattich

Kein schöner Land

Kein schöner Land in dieser Zeit,
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden
wohl unter Linden
zur Abendzeit, Abendzeit.

Abendstimmung
Abendstimmung ohne grünen Auskotz

Da haben wir so manche Stund‘
gesessen wohl in froher Rund‘
und taten singen;
die Lieder klingen
im Eichengrund.

Daß wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken,
Gott mag es lenken,
er hat die Gnad‘.

Nun, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht!
In seiner Güten
uns zu behüten
ist er bedacht.

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