Anni Freiburgbärin von Huflattich

Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Das erste Eis im März ist immer ein besonderes Ereignis

Mmmmhm! Die Fastenzeit ist prima. Absolut klasse.

Graugans im Rosensteinpark

Der Fastenden Leid ist der Graugans Freud‘.

Abbruchfasten ist einmalig gut. Einmal am Tag satt essen und dann höchstens einen kleinen (oder auch zwei) Happen zwischendurch. Und das Beste ist, das Essen muss abstinent sein.

Abstinent ist sowas von super klasse! Abstinent heißt kein Fleisch oder Fleischprodukte von warmblütigen Tieren, also zum Beispiel Graugänsen wie mich.

Sonntags wird nicht gefastet. Ist halt so. Ich verziehe mich sonntags immer woanders hin, nie im Rosensteinpark.

So komme ich gut über die Runden.

Dieser Montagmorgen bringt Verdruß. Während der letzten Tage sind einige Zwiebeln gesproßen.

Tulpe

Diese hohlen Tulpenblätter werden nichts. Mist.

Die Tulpenblätter auf dem Bild stammen von vor zwei Jahren eingepflanzten Tulpenzwiebeln. Im letzten Jahr wuchsen nur diese hohlen Hüllblätter, dieses Jahr wird genauso tulpenblütenlos wie letztes Jahr.

Aber nicht nur die Tulpen sind leer, mein Magen ist es auch. Er knurrt unverschämt.

Das kann ja heiter werden, für den Rest des Tages, für den Rest der Woche.

Sechs Tage noch!!! Oje.

Annette von Droste-Hülshoff

Am zweiten Sonntag in der Fasten

Evang.: Vom Cananäischen Weibe

Liebster Jesu, nur Geduld!
Wie ein Hündlein will ich spüren
Nach den Brocken deiner Huld,
Will mich lagern an die Türen,
Ob von deinen Kindern keines
Mir ein Krüstlein reichen will,
Hungerglühend, doch in meines
Tiefen Jammers Kunde still.

Abendlicht

Muß das Abendlicht mich sehen

Um Geduld fleh ich zu dir:
Denn ich muß in großen Peinen
Einsam liegen vor der Tür,
Wenn von deinen klaren Weinen,
Deinen lebensfrischen Gaben
Mir der Duft herüberzieht.
Ach, ein Tropfen kann mich laben,
Meine Zunge ist verglüht!

Weil ich fast in meiner Pein
Schaue wie aus Kindesaugen,
Meinen oft die Diener dein,
Daß ich mag zum Gaste taugen.
In Erbarmen ganz vermessen
Reichen sie die Schüsseln hin;
Doch ich will es nicht vergessen,
Daß ich wie ein Hündlein bin.

O, zum allergrößten Heil
Muß es mir bei dir gereichen,
Daß dir, o mein einzig Teil,
Nichts an Langmut zu vergleichen!
Denn es will mir öfters fahren
Durch die Glieder wie ein Blitz,
Deinen Kindern mich zu paaren,
Rasch erringend einen Sitz.

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Schau! Sieh! Guck! Am Montag ist das Entenpärchen der Sonne entgegen gestartet.

Enten im Rosensteinpark

Hell strahlt die Sonne im Rosensteinpark. Bald ist Sonntag. Ein Freudentag! Jeder Sonntag ist ein Freudentag

Heute ist es dem Ziel nicht viel, aber doch ein ganz klein wenig näher gekommen.

Der Sonntag steht vor der Tür. Ein Freudentag! Halleluja!

Morgen kann ich endliche wieder alles essen.

Auch Ente.

In aller Bescheidenheit:

Ente im Rosensteinpark

Diese Ente im Rosensteinpark hat den ersten Preis in Bescheidenheit gewonnen und das, nachdem sie erst  sieben Tagen fastet.

Ich bin viel zu Bescheiden mich zur Schau zu stellen.

Das hat mir bei aller meiner Bescheidenheit den ersten Preis für Bescheidenheit eingebracht.

Ein paar Tage frühlingshaftes Wetter im Februar und schon beginnt alles zu sprießen.

Es grünt so schön

Der Frühling kommt. Es grünt so rot!

Unter solchen Bedingungen sollte es doch viel einfacher mit dem Fasten sein.

Moment! Wieso denn das? Was hat die sprießende Natur mit Fasten zu schaffen? Die Rosentriebe lassen sich sowieso nicht essen. Die schmecken nicht. Das habe ich schon probiert.

Annette von Droste-Hülshoff

Am ersten Sonntag in der Fasten

Evang.: Von der Versuchung Christi

„Sprich, daß diese Steine Brode werden!
Laß dich deine Engel niedertragen!
Sieh die Reiche dieser ganzen Erden!
Willst du deinem Schöpfer nicht entsagen?“
Dunkler Geist, und warst du gleich befangen,
Da du deinen Gott und Herrn versucht:
Ach, in deinen Netzen zahllos hangen
Sie, verloren an die tück’sche Frucht.

Steine

Ehrgeiz, Hoffahrt, dieser Erde Freuden,
Götzen, denen teure Seelen sterben.
O mein Gott, laß mich nicht ewig… Weiterlesen