Talita kumi, Mägdlein steh auf

Talita kumi, Mägdlein steh auf
Du bist es, du wirst es sein.

Rote Katze
Bewundert die Bitt- und Kaffeeprozessionen der Künstlerschaft und der Gelehrten.

Gossentochter, Jubelmutter,
Die Erhangenen und die Verbannten
Die Gefangenen und die Verbrannten
Rufen nach dir.
Befreie, o benedeie
Du Unbekannte
Tritt herfür!

Mit Fasten und Purgativ bereitete sich die Stadt auf eines neuen Gottes Erscheinen vor, und tauchten schon aus der Menge etliche auf, die im Gedränge Ihm wollten begegnet sein. Eine Warnung ward ausgegeben, besagend, daß, wer die Glockenräder und Lumpentürme besichtige oder betrete und ohne Ermächtigung abgefaßt würde, bei lebendem Leibe solle des Todes sein. Frisch aufgeblasen ward der Kausalnexus und sichtbar vor aller Blicke den heiligen Spinnen zum Fraß ausgesetzt. Mit Klappern und Dudelsäcken bewegten sich händeringend die Bitt- und Kaffeeprozessionen der Künstlerschaft und der Gelehrten. Aus allen Lüften und Luken aber hingen die Wasserzeichen und ragten die gläsernen Spritzen.

Sehr treffend die heutige Zeit der Klimahüpfer beschreibend: Hugo Ball, Tenderenda der Phantast

Die Sonnenblume

Groß, gelb, mit braunem Inneren leuchtet sie vom Balkon. Stolze 1,80 m. Spaziergänger bleiben stehen, werfen einen Blick auf das Prachtexemplar, gehen weiter. Die Nachbarin sagt: „Des isch oi schöne Blum, d auf ihrem Balko wächsch.“

Sonnenblume
Sonnenblume leuchtend gelb-braune Pflanze, von Ungeziefer bereinigt.
Mit Luminar, nicht in Wirklichkeit

Es fing ganz unscheinbar an. Im März. Eine Meise hatte auf der Flucht einen Sonnenblumenkern fallen lassen. Genau in den Blumenkübel. Hier begann ein unscheinbares Wirken.

Langsam, Tag für Tag ein klein wenig mehr, entwickelte sich ein Stängel, bald waren die Keimblätter zu einfach, zu unscheinbar und konnten die Pflanze nicht mehr mit den nötigen Wachstumsstoffen ernähren. Die ersten Blätter bildeten sich heraus, erst Daumengroß, dann wie eine Handfläche, dann riesige, grün-braune Lappen. Oben wuchsen dicke Blätter und unten gammelten die Alten faulig weg. Der Stängel war fast einen Zentimeter dick und haarig bepelzt.

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Die Natur erwacht

Der milde Winter macht es möglich.

Frühlingserwachen im Rosensteinpark. Ungeziefer kriecht aus den Löchern
Frühlingserwachen im Rosensteinpark. Ungeziefer kriecht aus den Löchern

Auf dem Balkon knospen die Blätter der Rosen, dass es eine wahre Freude ist, Narzisse und Tulpen sprießen, bald zeigen sich die ersten Blütenansätze. Auf den Wiesen blühen Krokusse und das übliche Zeug, das sonst erst zwei bis drei Wochen später zu sehen ist … wenn der handelsübliche Winter das zulässt.

Der erste Schmetterling flog schon durch die Lüfte, die Vögel singen morgens aus voller Kehle.

Leider sind auch gar nicht so gern gesehene Zeitgenossen aufgewacht. Spinnen, Asseln, Tausendfüßler und wie das ganze Ungeziefer heißt, kommen aus ihren Löchern gekrochen.

Hanno, isch halt scho.

Wunderbarer Veggy-day – Der Reiher rettet einen Fisch

Liebe Kinder, heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute ist Veggy-day. Da müssen alle Menschen besonders lieb sein. Menschen dürfen an diesem Tag kein Fleisch essen. Damit die armen Tiere auch einmal Ruhe haben.

Graureiher mit Fisch im Rosensteinpark
Behutsam setzt der liebe Graureiher das zappelnde Fischlein ins Wasser

Weil dieser Tag so wunderbar schön ist, haben auch die Tiere beschlossen, an diesem Tag besonders lieb zu sein. Auf dem Bild könnt ihr den Reiher sehen. Reiher essen besonders gerne Fisch. Aber nicht an Veggy-day. An Veggy-day sind Reiher besonders nett zu Fischen. Der Reiher auf dem Bild hat einen armen, zappelnden Fisch auf dem Ufer gefunden.

Und was macht der Reiher an Veggy-day?

Richtig, liebe Kinder, er nimmt den Fisch ganz behutsam in seinen Schnabel und setzt ihn vorsichtig wieder ins Wasser. Ist das nicht schön? So funktioniert der Veggy-day. Der Fisch heißt übrigens Renate und freut sich ganz dolle.

Liebe Kinder, was seit ihr bereit an Veggy-day zu tun? Verzichtet ihr freiwillig auf Bigmäcs? Auf Pfuibah Koteletts?

Wir, die Veggy-day-Freunde empfehlen die Gute Bio-Erdbeermarmelade. Garantiert ohne Fleisch. Die Früchte sind nur mit den naturbelassenen Milben, Würmern und Spinnen versehen. Aber die sind dafür schonend aufbereitet worden.