Annette von Droste-Hülshoff – Pfingstmontag

„Also hat Gott die Welt geliebt, daß er ihr seinen
eingeborenen Sohn gesandt hat, damit Keiner,
der an ihn glaubt, verloren gehe. – Wer aber
nicht glaubt, der ist schon gerichtet“

Pfingstmontag

Ist es der Glaube nur, dem du verheißen,
Dann bin ich tot.
O, Glaube, wie lebend’gen Blutes Kreisen,
Er tut mir not;
Ich hab‘ ihn nicht.
Ach, nimmst du statt des Glaubens nicht die Liebe
Und des Verlangens tränenschweren Zoll,
So weiß ich nicht, wie mir noch Hoffnung bliebe.
Gebrochen ist der Stab, das Maß ist voll
Mir zum Gericht.

Mein Heiland, der du liebst, wie Niemand liebt;
Fühlst du denn kein
Erbarmen, wenn so krank und tiefbetrübt
Auf hartem Stein
Dein Ebenbild
In seiner Angst vergehend kniet und flehet?
Ist denn der Glaube nur dein Gotteshauch?
Hast du nicht tief in unsre Brust gesäet
Mit deinem eignen Blut die Liebe auch?
O sei doch mild!

Ein hartes, schweres Wort hast du gesagt:
Daß, wer nicht glaubt,
Gerichtet ist. Ich seh‘ nicht, wo es tagt;
Doch so beraubt
Läßt er mich nicht,
Der hingab seinen Sohn, den eingebornen,
Für Sünder wie für Fromme allzugleich.
Zu ihm ich schau, die Ärmste der Verlornen,
Nur um ein Hoffnungswort; er ist so reich,
Mein Gnadenlicht.

Du Milder, der die Taufe der Begierde
So gnädiglich
Besiegelt selbst Sakramentes Würde:
Nicht zweifle ich,
Du hast gewiß
Den Glauben des Verlangens, Sehnens Weihe
Gesegnet auch, sonst wärst du wahrlich nicht
So groß an Milde und so stark an Treue,
Brächst du ein Zweiglein, draus die Knospe bricht
Und Frucht verhieß.

Was durch Verstandes Irren ich verbrochen,
Ich hab‘ es ja
Gebüßt so manchen Tag und manche Wochen;
So sei mir nah
Nach meiner Kraft,
Die freilich ich geknickt durch eigne Schulden,
Doch einmal aufzurichten nicht vermag,
Will hoffen ich, will sehnen ich, will dulden;
Dann gibst du Treuer wohl den Glauben nach,
Der Hilfe schafft.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Annette von Droste-Hülshoff – Am ersten Sonntage nach Pfingsten

(Dreifaltigkeit)

„Darum gehet hin und lehret alle Völker und
taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes; und lehret sie Alles
halten, was ich Euch gesagt habe; und sehet,
ich bin bei Euch bis ans Ende der Welt.“

Gnadenstuhl
Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist
Die Dreifaltigkeit

Bin ich getauft in deinem Zeichen,
Du heilige Dreifaltigkeit,
Nun bleibt es mir und kann nicht weichen,
In dieser nicht und jener Zeit.
Ich fühle durch Verstandes Frost,
Durch Menschenwortes Nebelrennen
Es wie ein klares Funkeln brennen
Und zehren an dem alten Rost.

In deinem Tempel will sich’s regen,
Wo ich als deine Magd erschien,
Und unter deines Priesters Segen
Fühl‘ ich es leise Nahrung ziehn.
Wenn eine teure Mutterhand
Das Kreuz mir zeichnet auf die Stirne,
Dann zuckt’s lebendig im Gehirne,
Und meine Sinne stehn in Brand.

Ja selbst zu Nacht, wenn Alle schlafen
Und über mich die Angst sich legt,
In der Gedanken öden Hafen
Der Zweifel seine Flagge trägt:
Wie eine Phosphorpflanze noch
Fühl‘ ich es warm und leuchtend schwellen,
Und über die verstörten Wellen
Legt sich ein leiser Schimmer doch.

Gnadenstuhl
Die Dreifaltigkeit

Und muss mir zum Gericht gereichen
Die Lebenspflanze mir gesellt,
Die ich versäumte sonder Gleichen
Und dürrem Holze gleichgestellt:
So ist sie in der Sünden Bann,
Des Geistes schwindelnden Getrieben
Mein heimlich Kleinod doch geblieben,
Und angstvoll hängt mein Herz daran.

Ob ich vor deiner Geißel zage:
Nichts kömmt doch dem Bewusstsein gleich,
Dass dennoch ich dein Zeichen trage
Und blute unter deinem Streich.
Fluch Allem, was von dir mich stößt!
Dein will ich sein, von dir nur stammen:
Viel lieber sollst du mich verdammen,
Als dass ein Andrer mich erlöst.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Ehe für alle! Eine Erfolgsstory

Oh, wie laufen jetzt die Alternativen Berichterstatter heiß. Ein Muselmanne darf seine zweite Ehefrau heim ins deutsche Reich holen und trotzdem die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen.

Freilaufende Köter im Rosensteinpark

Aber Hallo! Da hat das Gericht völlig korrekt entschieden.

Seit letztem Jahr verendet dieses Land zwei Taktschläge schneller. Ehe für alle, heißt der beschleunigte Untergang, der im letzten Jahr völlig losgelöst von irgendeiner Anstandsdebatte problemlos im Bundestag durchgewunken wurde.

Ehe für alle heißt ja nicht nur das Stinchen das Trinchen und Max den Hacks verdingsen kann. Ehe für alle heißt Ehe für alle. Jeder mit jedem und jede für sich selbst. Zur Zeit wird noch ausgelotet, wie weit man gehen kann.

Ziemlich weit, wie das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat.

Den nächsten Ballon starten die drei Köter oben auf dem Bild, die trotz Leinenzwang im Rosensteinpark Enten tyrannisieren. Sieglinde, Strolchi (steht für das 3. Geschlecht) und Hans-Peter haben kurz vorher beim Standesamt Bad Cannstatt ihr Aufgebot aufgegeben. Mit ernstlichen Widerspruch rechnet niemand von den dreien.

Na denn Prost.