Gänsebraten in der Fastenzeit

Gänsebraten ist ein schönes Essen.
Ich selber habe es nie gegessen.

Wider den gans normalen Irrsinn
Nur heute im Sonderangebot: Frieda Gänsebraten

Doch von eines Freundes Freund,
von dem der Vater,
der hat mal neben Einem gesessen,
der gesehen hat, wie ein Anderer Gänsebraten gegessen.

Ich wünsche allen Lesern weiterhin eine schöne, fastenreiche Fastenzeit ohne Schmacht auf Fleisch von warmblütigen Tieren, wie Schwein, Rind oder Katze. Vögel wie Gänse natürlich auch.

Und Enten.

Anni Freiburgbärin von Huflattich

ps Mir hängt der Magen seit zwei Tagen auf den Schuhsohlen.

Grüne Gründlichkeit

Stolz zeigt Papa seiner Familie dieses Schild sprachlicher Raffinesse.

Erstaunte Nilgänse
Potztausend! Das muss mal gesagt werden:
Wenn der Vater mit der Familie einen Ausflug macht, dann gibt es spannende Dinge zu lernen

Baden und die Eisfläche betreten ist einfach knorke und sogar verboten.

Ja, ist doch logisch.

Einfach logisch.

Nur … Warnhinweise auf Corona und die Verhaltensmassregelungen fehlen. Das ist nicht logisch. Das ist gefährlich.

Klartext

Anni Freiburgbärin von HuflattichEndlich lassen unsere Bolitiker ihre Masken fallen und reden Klartext. Durchaus bemerkenswert, was weltonline in ihren Überschriften zu Tage fördert.

Da lässt sich ein gewisser Scholz oder Schulz mit den Worten zitieren, dass die Deutschen nach Mutti einen Vater suchen. Jau, den Laschet vermutlich.

Absolute Rechengenies sind die Grünen, von denen wenigstens zwei Weibsen behaupteten: Wir Grüne haben einen klaren Auftrag, der größer ist als unser Ergebnis. Das denke ich auch. Der Auftrag heißt verpisst euch.

Bei soviel Geschwafel wird natürlich unter den Teppich gekehrt, dass es eine Mehrheit von cdu, fdp und afd gibt, die aber, wie es der Edelkommunist Degenhardt sang nicht zu Stande kommt, da man nicht mit den Schmuddelkindern spielt.

„Klartext“ weiterlesen

Annette von Droste-Hülshoff – Am ersten Sonntage nach Pfingsten

(Dreifaltigkeit)

„Darum gehet hin und lehret alle Völker und
taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes; und lehret sie Alles
halten, was ich Euch gesagt habe; und sehet,
ich bin bei Euch bis ans Ende der Welt.“

Gnadenstuhl
Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist
Die Dreifaltigkeit

Bin ich getauft in deinem Zeichen,
Du heilige Dreifaltigkeit,
Nun bleibt es mir und kann nicht weichen,
In dieser nicht und jener Zeit.
Ich fühle durch Verstandes Frost,
Durch Menschenwortes Nebelrennen
Es wie ein klares Funkeln brennen
Und zehren an dem alten Rost.

In deinem Tempel will sich’s regen,
Wo ich als deine Magd erschien,
Und unter deines Priesters Segen
Fühl‘ ich es leise Nahrung ziehn.
Wenn eine teure Mutterhand
Das Kreuz mir zeichnet auf die Stirne,
Dann zuckt’s lebendig im Gehirne,
Und meine Sinne stehn in Brand.

Ja selbst zu Nacht, wenn Alle schlafen
Und über mich die Angst sich legt,
In der Gedanken öden Hafen
Der Zweifel seine Flagge trägt:
Wie eine Phosphorpflanze noch
Fühl‘ ich es warm und leuchtend schwellen,
Und über die verstörten Wellen
Legt sich ein leiser Schimmer doch.

Gnadenstuhl
Die Dreifaltigkeit

Und muss mir zum Gericht gereichen
Die Lebenspflanze mir gesellt,
Die ich versäumte sonder Gleichen
Und dürrem Holze gleichgestellt:
So ist sie in der Sünden Bann,
Des Geistes schwindelnden Getrieben
Mein heimlich Kleinod doch geblieben,
Und angstvoll hängt mein Herz daran.

Ob ich vor deiner Geißel zage:
Nichts kömmt doch dem Bewusstsein gleich,
Dass dennoch ich dein Zeichen trage
Und blute unter deinem Streich.
Fluch Allem, was von dir mich stößt!
Dein will ich sein, von dir nur stammen:
Viel lieber sollst du mich verdammen,
Als dass ein Andrer mich erlöst.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Das Schwänlein auf dem Eise

Will sehen, was ich weiß,
vom Schwänlein auf dem Eis.

Wird es tragen, das Eis?
Wird es tragen, das Eis?

Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Schwänlein steht am Weiher
und spricht zu sich ganz leis:
„Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen.
Wer weiß!“

Erwin, Du musst jetzt hacken! Hacken!
Erwin, Du musst jetzt hacken! Hacken!

Das Schwänlein stapft und hacket
mit seinem Füßelein.

So ist es besser, Erwin
So ist es besser, Erwin

Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht’s hinein.
Das Schwänlein platscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.

Erwin, kannst Du ein bisschen tiefer versinken? Und spiel mal ein wenig Panik
Erwin, kannst Du ein bisschen tiefer versinken? Und spiel mal ein wenig Panik

„O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!“
Wär’ nicht ein Mann gekommen –
der sich ein Herz genommen, o weh!

Los! Schneller! Du musst doch Erwin retten
Los! Schneller! Du musst doch Erwin retten

Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.

Klasse und aus! Fein habt ihr das gemacht
Klasse und aus! Fein habt ihr das gemacht

Das Schwänlein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
zu Haus.

nach Friedrich Güll
1812 – 1879

Eine ad hoc Inszenierung im Rosensteinpark mit Erwin und Frau.