Das Krählein am Weiher

Das Krählein stand am Weiher
und dachte bei sich leis‘,
ich wollt‘ ich wär ein Reiher,
dann hät‘ ich Fisch ohne Fleiss.

Ich will es einfach wagen,
es wird mich schon tragen,
ganz ohne Müh‘ und Schweiß.

Die Krähe am Weiher
Krähe! Knusprig gebacken, echt lecker

Man, man, man. Nicht nur die Krähe hat Kohldampf, ich auch. Noch 153,47 km schwimmen und ich bekomme Matjes satt.

Der Storch der stand am Weiher

Der Storch, der stand am Weiher

Storch
Storch im Regen bringt keinen Segen.
Nur Verdruss im Überfluss

und dachte bei sich leis:

Verdammt wo ist das Wasser,

hier ist es elend heiß.

Wann gibt es wieder Regen,

der nasse Segen,

macht alles wieder weiß.

Moment, das stimmt nicht. Weiß ist Schnee und der Regen, der jetzt alles überschwemmt, ist auch besch…eiden.

Zum Freitag

Zum kühlen Freitag Ende Mai ein vegetarisches, fast schon veganes Stimmungsbild.

Schwertlilie
Schwertlilie am Rosensteinparkweiher

Was für ein Stuss. Heute ist Quatemberfreitag in der Pfingstwoche. Das sagt alles. Da braucht es keiner Modeworte wie vegetarisch oder vegan.

Margerite
Margeritenblüte aus unserem Balkonkasten

Ach verdorri! Ich bin heute ausnahmsweise einmal freigiebig. Noch ein Bild! Eine schöne Margeritenblüte.

Bäh! Das ist ja widerlich. Da fressen diese Vegetarier einfach Margeriten die in der Blüte ihres Lebens stehen. Oder Gänseblümchen.

Dann schon lieber Maischolle. Die ist wenigstens tot.

Das Schwänlein auf dem Eise

Will sehen, was ich weiß,
vom Schwänlein auf dem Eis.

Wird es tragen, das Eis?
Wird es tragen, das Eis?

Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Schwänlein steht am Weiher
und spricht zu sich ganz leis:
„Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muss doch tragen.
Wer weiß!“

Erwin, Du musst jetzt hacken! Hacken!
Erwin, Du musst jetzt hacken! Hacken!

Das Schwänlein stapft und hacket
mit seinem Füßelein.

So ist es besser, Erwin
So ist es besser, Erwin

Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht’s hinein.
Das Schwänlein platscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.

Erwin, kannst Du ein bisschen tiefer versinken? Und spiel mal ein wenig Panik
Erwin, kannst Du ein bisschen tiefer versinken? Und spiel mal ein wenig Panik

„O helft, ich muss versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muss ertrinken
im tiefen, tiefen See!“
Wär’ nicht ein Mann gekommen –
der sich ein Herz genommen, o weh!

Los! Schneller! Du musst doch Erwin retten
Los! Schneller! Du musst doch Erwin retten

Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.

Klasse und aus! Fein habt ihr das gemacht
Klasse und aus! Fein habt ihr das gemacht

Das Schwänlein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
zu Haus.

nach Friedrich Güll
1812 – 1879

Eine ad hoc Inszenierung im Rosensteinpark mit Erwin und Frau.