Die Dürre schlägt zurück

Heute Morgen gab es im Rosensteinpark herzzerreißende Szenen.

Ente im Rosensteinpark
Ente im Rosensteinpark – Auf der Suche nach der verlorenen Dürre

Erst wurde sie vermisst, dann wurde sie gesucht, dann wurde sie für Tod erklärt: Die Dürre!

Nichts da, diese Dürre schlägt nicht mehr zurück. Diese Dürre ist fertig. Fix und fertig.

Hasta la vista!

Kahle Weiden

Kahle Weiden recken ihre dürren Äste in den Himmel. Ohne Blätter sieht es ziemlich bescheuerttrostlos aus.

Kahle Weiden
Das Himmelblau ist ein kleines Trostpflaster

Langsam erwacht die Natur und in zwei, drei Wochen platzen die ersten Knospen auf.

Dann wird’s Grün, juchhe.

Aber jetzt mal ganz im Ernst. Es ist doch komisch, dass es gerade mal 24 Stunden gebraucht hat, um den MiPrä weichzukochen.

Die Dürre

Unsere Klimakatastrophiker drehen am Rad. Nach monatelangem Regen stellen sie fest: Die Dürre kommt. Nein, sie ist schon da.

Teich ohne Wasser
Schau hier: Ein Teich ohne Wasser

Ein Blick nach draußen hat mich von der Korrektheit dieser Aussage überzeugt.

Bank in der Dürre
Und siehe! Eine traurige Bank in all der Dürre

Also bat ich stilecht Bramahne, den Schamane, einen Antidürretanz, vulgo Regentanz, aufzuführen.

Ente im Rosensteinpark
Ein schamanistischer Regentanz verspricht Rettung!

Und siehe da: Es ist feucht. Wenn nicht gar nass.

Indian Summer in Stuttgart

Der Indian Summer in Stuttgart findet in diesem Jahr nicht statt. Die Klimaaktivisten haben mit ihrer „Dürre-Unkerei“ den Indian Summer vertrieben.

Indian Summer im Rosensteinpark
So wie es früher einmal war: Indian Summer im Rosensteinpark

Auch wenn es seit Tagen wie aus Kübeln schüttet, hier ist ein Bild vom Indian Summer, wie er früher einmal war.

Weißt du noch?

Genug ist genug

Anfangs war Erwins Nachwuchs von Papas Eskapaden voll begeistert. Der Regen spülte alle unangenehmen Hinterlassenschaften einfach weg und der Rosensteinpark war sauber. Fast rein.

Wann wird es endlich wieder trocken?
Wann wird es endlich wieder trocken?

Dann aber gab es kein trockenes Plätzchen mehr für das kleine Nickerchen zwischendurch und Erwins Ansehen sank rapide.

Zurzeit wird in einer kleinen Regenpause ein Schlafpäuschen eingelegt.

Dank Erwins Regen ist es aber bald mit der Gemütlichkeit vorbei.

Mist! Hoffentlich findet Erwin endlich den Gegenzauber und die Dürre verschafft trockene Schlafplätze.

Tod der Dürre

Um Ostern verkündete ein Wettermann im Radio in zornigem Ton die Dürre bis in den Herbst hinein. Dies führte dazu, dass sich im Rosensteinpark ganz spontan die Selbsthilfegruppe „Tod der Dürre“ gründete. Einziges Mitglied: Erwin, der Schwan.

Erwin Schwan
Erwin Schwan hat ein richtiges Gespür für die richtigen Worte zur rechten Zeit

„Walle! Walle Manche Strecke, daß, zum Zwecke, Wasser fließe und mit reichem, vollem Schwalle zu dem Bade sich ergieße“, so lautete das Mantra Erwins.

Erwin war erfolgreich.

Erwin ist erfolgreich. Bis heute.

Bis an die Füße im Wasser
„Halt ein, Erwin! Meine Füße werden nass!“

Doch was nun? Die Regenfluten lassen sich nicht mehr stoppen.

„O du Ausgeburt der Hölle! Soll der ganze Rosensteinpark ersaufen? Seh ich über jede Schwelle doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Regen, der nicht hören will!“, resigniert Erwin.
„Tod der Dürre“ weiterlesen

Annette von Droste-Hülshoff – Am vierten Sonntage nach Ostern

„Ich gehe zu Dem, der mich gesandt hat.“

Nicht eine Gnadenflamme hehr
Vor deinem Volke soll ich gehn;
Nein, ein versteinert Leben schwer
Wie Sodoms Säule muß ich stehn
Und um mich her
Die Irren träumend schwanken sehn.

Morgenrot

Und ob auch Öde mich umgibt,
Ob mich erstickt der Nebel fast,
Mir Wirbelsand die Augen trübt,
Doch weiß ich, daß mein Sinn dich faßt,
Daß er dich liebt,
Und daß du mich gesendet hast.

Den Lebenshauch halt ich von dir,
Unsterblich hast du mich gemacht;
Nicht Glut, nicht Dürre schadet mir.
Ich weiß, ich bin in deiner Wacht,
Und muß ich hier
Auch stehn wie ein Prophet der Nacht.

Ich hebe meine Stimme laut
Ein Wüstenherold für die Not:
„Wacht auf, ihr Träumer, aufgeschaut!
Am Himmel steigt das Morgenrot.
Nur aufgeschaut!
Nur nicht zurück, dort steht der Tod!

Nur aufgeschaut, nur nicht zurück!
Laßt Menschenweisheit hinter euch!
Sie ist der Tod; ihr schnödes Glück
Ist übertünchtem Grabe gleich.
O hebt den Blick!
Der Himmel ist so mild und reich.“

Könnt ich mein Auge heben nur,
Mein steinern Auge zu dem Blau:
Wie sög‘ ich aus der Himmelsflur
So liebekrank den milden Tau!
Doch hat Natur
Und Schuld verschlossen mir die Brau.

Ob nimmer sich die Rinde hebt?
Ach einmal, einmal muß es sein!
Wenn Sodoms Säule sich belebt,
Dann bricht auch meine Stunde ein,
Wenn es durchbebt
Den armen blutberaubten Stein.

Dann soll ich wissen, was ich bin,
Warum so todesstarr und matt;
Dann weiß ich, was den klaren Sinn
Getrieben zu der öden Statt;
Dann knie ich hin
Vor dem, der mich gesendet hat.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Hier kommt die Dürre

Vor drei Wochen hat ein Mörtererorloge im Radio bestimmt, dass die Dürre kommt.

Rosensteinpark
Dunkle Dürrewolken hängen über dem Dürrgrünen Rosensteinpark.
Das Ende ist entsetzlich!!!

Die Dürre kommt und sie bleibt und der Sommer wird dürremäßig verdürren. Wie das Bild aus dem Rosensteinpark von gestern beweist: Die Dürre ist da! Und zwar ganz erbarmungslos.

Auch Peter Gabriel wusste es schon vor über 40 Jahren. Hier comes the Dürre! Live!

Peter Gabriel – Here Comes The Flood