Rote Socken

Das wunderbar kräftige Carnivorengebiss im Vordergrund weist unmissverständlich auf das Ziel der Träume im Hintergrund: Rote Socken.

Hund
Hundegebiss im Rosensteinpark

Gut, die roten Socken sind rote Turnschuhe, aber das ist eher unwesentlich.

Hund
Hundeohr am Hundegebiss

Wesentlich ist, dass der Besitzer des kräftigen Gebisses keine Anstalten machen wird, die roten Socken zu verspachteln, denn wer so albern exzentrisch verwurschtelt seine Ohren trägt, beißt nicht.

Die Bäume schlagen aus

Der Mai ist gekommen und die Bäume haben, wie es im Lied heißt, ausgeschlagen. Das Ausschlagen der Bäume ist normalerweise ein ganz normaler Vorgang, niemand kommt zu Schaden.

Baum mit roten Laubblättern
Baum mit roten Laubblättern im Rosensteinpark

Diese Blutbuche oder Bluteiche, von mir aus auch Blutbirne, ist besonders blutrünstig vorgegangen. Bis Ende April stand sie in einem dichten Wald, dann schlug sie aus. Jetzt ist dieser Baum, dessen Namen ich noch nicht einmal kenne, einsam und allein auf einer kahlen Lichtung, mitten im Rosensteinpark.

Selbst schuld.

Mein Weihnachtsgans-Schutzprogramm

Ich hab‘ ma‘ ’n paar Bilderkes mit’n Schmartfon von meine kleinen Racker gemacht, die wo unter mein‘ Weihnachtsgans-Schutzprogramm steh’n tun.

Ich tu' meine Gänse weid'n tun
Hier tun meine Gänskes noch richtich klasse weiden. Doch ein’s hat spitz gekricht, das Sport, Spiel un‘ Spannung nahen tut

Ich tu‘ gut auf mein’n Weihnachtsbraten aufpass’n tun un‘ wie’e seh’n kann’s wachs’n und gedeih’n die klein’n prächtich. Mir läuft schon der Sabber in’nem Mund zusamm’n.

Ich tu‘ auch dafür sorg’n, dass die Kleinen viel Bewegung krieg’n un‘ deshalb tu‘ ich auch Radfahrers vorbeischick’n.

Un' zack! Sin' alle mobilisiert
Un‘ zack! Sin‘ alle meine Gänskes, sogar Mama un‘ Papa, mobilisiert

Un‘ darauf tun’se so richtich anspring’n tun. Sogar Mama un‘ Papa sin‘ ganz wild auf’fe Fahrradfahrers.

Un‘ auf’fe Bilderkes kann’se seh’n tun, wie prächtich die Flügels von’ne Kinders schon gewachs’n sind un‘ wie der Fahrradfahrer Fersengeld geb’n tut.

Un' hier kann'se seh'n tun, wie der Radfahrer um sein Leben strampeln muss
Un‘ hier kann’se seh’n tun, wie der Radfahrer um sein Leben stramp’ln muss.
Das ging blitzeschnell un‘ nur noch das Hinterrädken iss zu seh’n

Bis demnächst aus meine‘ Gänseaufzuchtstation in’nem Rosensteinpark.

Theo

Einzelkinder

Einzelkinder müssen es nicht unbedingt schlechter haben.

Entenküken
Ein quitschvergnügtes Einzelkind im Rosensteinpark

In manchen Belangen ist es sogar ganz erfreulich, ein Einzelkind zu sein.

Entenküken
Der Frühstückstisch ist reich gedeckt

Man muss nicht sein Futter mit dämlichen Geschwistern teilen.

Ich wünsche allen einen schönen Tag

Anni Freiburgbärin von Huflattich

Die Keulenkastanie

Bei manchen Dingen des täglichen Lebens ist es, dass sie einem kaum besonders auffallen. Messer, Gabel, Schere, Licht, Wege, Autos und auch Bäume sehen so aus, wie man es erwartet.

Kastanie im Rosensteinpark
Die einzigartige Keulenkastanie im Rosensteinpark

Manchmal gibt es ein Stutzen, ein Potztausend kommt über die Lippen und dann staunt man. So wie ich, als ich heute Morgen diese Kastanie genauer betrachtete. Eine Kastanie, die eher Ähnlichkeit mit einer Riesenkeule, denn einem Baum hat.

Was es nicht alles im Rosensteinpark gibt, sogar den Herkules seine Keule als Kastanie getarnt.

Der Mai schlägt aus

Gestern war hier, siehe Bild, noch alles kahl.

Frisch-grüner Wald
Vorgestern noch war (ist das wahr?) dieser Wald kahl.
Heute erstrahlt er in schönem frischen Grün

Ich beginne noch einmal von vorn.

Vorgestern war hier, siehe Bild, noch alles kahl.

Dann kam der Mai!

Und siehe da, die Bäume schlugen aus.

So schön grün kann Maiengrün sein.

Die L-Presse behauptet die Linkendemos sind ohne Ausschlagungen geblieben. Gaaaanz friedlich.

Die verkaufte Braut

In einem böhmischen Dorf wird Kirchweih gefeiert. Die junge Marie jedoch ist traurig. Sie soll den dummen, aber reichen Wenzel heiraten, obwohl ihr Herz dem Hans gehört. Sie schwört ihrem Hans ewige Treue. Der erzählt ihr, dass er von seiner bösen Stiefmutter aus dem Haus getrieben wurde; dass er und Wenzel Stiefbrüder sind, verrät er jedoch nicht.

Die verkaufte Braut
Der verkauften Braut tropfen die Tränen aus der Nase (s. Pfeil), doch am Ende wird sie verkauft aber glücklich sein.
Fast wie im richtigen Leben.
Eben.

Maries Vater und der Ehevermittler kommen mit dem Ehevertrag. Marie verweigert standhaft ihre Zustimmung. Ihre Mutter Kathinka unterstützt ihre Tochter.

Der mit einem Sprachfehler behaftete Wenzel sitzt unterdessen im Wirtshaus. Er hat Marie noch nie gesehen und so ist es für diese ein leichtes, mit ihm ins Gespräch zu kommen und ihm seine zukünftige Braut in den schwärzesten Farben zu schildern. Es kommt so weit, dass Wenzel „so eine“ nicht mehr haben will.

Friedrich Smetana’s brilliante Ouvertüre der Oper ‚ Die verkaufte Braut‘ gespielt vom Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Yannick Nezet Seguin. (Kölner Philarmonie 17.06.2018)

„Die verkaufte Braut“ weiterlesen

Aktennotiz – Die Hölle existiert nicht

Vorhin habe ich ein kurzes Gespräch mit einem Katholiken gehabt. Die Hölle sei Quatsch, sagte er, sie existiert gar nicht und wenn, dann sei sie leer.

Alter Friedhof Freiburg
Es gibt ein Leben nach dem Tod. Jetzt für das Beste vorsorgen!

Ich kenne diese Argumentation. Was aber sei, frage ich deshalb zurück, wenn die Hölle doch existiert und das ewige Leben darin schlimmer als dein schlimmster Albtraum sei?

Ich scheine einen wunden Punkt getroffen zu haben. Mein Gegenüber bekommt plötzlich Schweißausbrüche und seine Bewegungen werden fahrig.

Sein schlimmster Albtraum sei, sagt er mit gepresster Stimme, zum Synodalen Weg mit Papst und hohen Kardinälen eingeladen zu sein, und dann kein einziges Wort herauszubekommen, dabei habe er soviel zu erzählen.

Ich habe dann noch versucht ihn zu trösten, habe im versichert, er werde bestimmt mit dem Papst und den Kardinälen in den siebten Klimahimmel kommen und ganz dolle Reden schwingen. Aber meine Aufmunterung schlug fehl.

Ich bin dann gegangen und habe einen ziemlich trübsinnigen hoffnungs- und trostlosen Katholiken zurückgelassen.

Ich habe mir wenig später ein BigMäc-Menü gekauft und es mir gut schmecken lassen.