Die neue Ernte ist da

Fesch sehen sie aus, wie aus dem Ei gepellt.

Amsel
Fesch sieht die junge Amsel in der Mannaesche aus.

Die neue Generation Amsel ist flügge geworden und erfreut ab sofort das Auge. Der Gesang lässt noch auf sich warten.

Rom ist auch nicht an einem Tag gebaut worden, gut Ding hab‘ Weil‘ und der nächste Frühling kommt bestimmt.

Oder heißt es „Rom ist auch nicht an einem Tag zerstört worden“?

Der Frühling tut mit Riesenschritten komm’n

Das kann’se in’nen Rosensteinpark richtich klasse beobacht’n. Da tut der Erpel un‘ die Ente und der Erwin mit seine Frau un‘ alle sin‘ richtich glücklich. Tun ’se zumindest sag’n tun. Mich tut das nich‘ weiter juck’n. Bald tut’es neue Enten un‘ Gänse geb’n tun un‘ bald iss wieder Weihnachten un‘ dann tut das lecker Weihnachtsgans geb’n tun.

Das tut lecker Nachwuchs geb'n tun
Das tut lecker Nachwuchs geb’n tun

Aber, hab’ich gedacht, wenn alle sich vermehr’n tun, warum soll ich das nich‘ auch mach’n? Nee, nee! Nich‘ ich persönlich.

Aber so lecker Schokokäfer hab’ich gedacht. Wenn’ich da ’n bisken nachhelf’n tu‘, dann hab’ich bestimmt zu Ostern viele lecker kleine Marienkäfer aus Schokolade un‘ die tu‘ ich dann als Ostertheo versteck’n un‘ selbst find’n.

Bisher tut das Experiment noch nich‘ nach’n Erfolg ausseh’n. Na ma‘ abwart’n. Rom iss auch nich‘ an einem Tach untergegang’n.
„Der Frühling tut mit Riesenschritten komm’n“ weiterlesen

Annette von Droste-Hülshoff – Am Weihnachtstage

Durch alle Straßen wälzt sich das Getümmel,
Maultier, Kamele, Treiber: welch Gebimmel!
Als wolle wieder in die Steppe ziehn
Der Same Jakobs, und Judäas Himmel
Ein Saphirscheinen über dem Gewimmel
Läßt blendend seine Funkenströme sprühn.

Eine neue Zeit beginnt
Eine neue Zeit beginnt

Verschleiert‘ Frauen durch die Gassen schreiten,
Mühselig vom beladnen Tiere gleiten
Bejahrte Mütterchen; allüberall
Geschrei und Treiben, wie vor Jehus Wagen.
Läßt wieder Jezabel ihr Antlitz ragen
Aus jener Säulen luftigem Portal?

’s ist Rom, die üpp’ge Priesterin der Götzen,
Die glänzendste und grausamste der Metzen,
Die ihre Sklaven zählt zu dieser Zeit.
Mit einem Griffel, noch von Blute träufend,
Gräbt sie in Tafeln, Zahl auf Zahlen häufend,
Der Buhlen Namen, so ihr Schwert gefreit.

O Israel, wo ist dein Stolz geblieben?
Hast du die Hände blutig nicht gerieben,
Und deine Träne, war sie siedend Blut?
Nein, als zum Marktplatz deine Scharen wallen,
Verkaufend, feilschend unter Tempels Hallen;
Mit ihrem Gott zerronnen ist ihr Mut!

Zum trüben Irrwisch ward die Feuersäule,
Der grüne Aaronsstab zum Henkerbeile,
Und grausig übersteint das tote Wort
Liegt, eine Mumie, im heil’gen Buche,
Drin sucht der Pharisäer nach dem Fluche,
Ihn donnernd über Freund und Fremdling fort.

So, Israel, bist du gereift zum Schnitte,
Wie reift die Distel in der Saaten Mitte;
Und wie du stehst in deinem grimmen Haß
Genüber der geschminkt und hohlen Buhle,
Seid gleich ihr vor gerechtem Richterstuhle,
Von Blute sie und du von Geifer naß.

O tauet, Himmel, tauet den Gerechten!
Ihr Wolken, regnet ihn, den wahr und echten
Messias, den Judäa nicht erharrt!
Den Heiligen und Milden und Gerechten,
Den Friedenskönig unter Hassesknechten,
Gekommen zu erwärmen, was erstarrt!

Still ist die Nacht; in seinem Zelt geborgen
Der Schriftgelehrte späht mit finstren Sorgen,
Wann Juda’s mächtiger Tyrann erscheint.
Den Vorhang lüftet er, nachstarrend lange
Dem Stern, der gleitet über Äthers Wange,
Wie Freudenzähre, die der Himmel weint.

Und fern vom Zelte über einem Stalle,
Da ist’s, als ob aufs niedre Dach er falle;
In tausend Radien sein Licht er gießt.
Ein Meteor, so dachte der Gelehrte,
Als langsam er zu seinen Büchern kehrte.
O weißt du, wen das niedre Dach umschließt?

In einer Krippe ruht ein neugeboren
Und schlummernd Kindlein; wie im Traum verloren
Die Mutter kniet, Weib und Jungfrau doch.
Ein ernster, schlichter Mann rückt tief erschüttert
Das Lager ihnen; seine Rechte zittert
Dem Schleier nahe um den Mantel noch.

Und an der Türe stehn geringe Leute,
Mühsel’ge Hirten, doch die Ersten heute,
Und in den Lüften klingt es süß und lind,
Verlorne Töne von der Engel Liede:
Dem höchsten Ehr‘ und allen Menschen Friede,
Die eines guten Willens sind!

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Dalli, Lama!

Aber nicht mit mir, denkt das Lama, du kannst mich mal!

Lama am Rosensteinpark
Lama am Rosensteinpark

Eile mit Weile, was soll die Hast? Rom ist auch nicht an einem Tag untergegangen, auch wenn die vermaledeite Eu es Lichtjahre schneller schafft.

Lamas können auch klasse grinsen und spucken!
Lamas können auch klasse grinsen und spucken!
Hier der Spuckweltmeister von 1974

Gott sei Dank, dann ist der Spuk endlich vorbei.

Salem aleikum.

Valentin

Das Römische Martyrologium, der 14. Februar

Zu Rom, an der Flaminischen Straße, der Heimgang des heiligen Priesters und Blutzeugen Valentinus. Er heilte viele Kranke und gab zahlreiche Beweise seiner Gelehrsamkeit. Unter der Herrschaft des Claudius wurde er mit Knütteln geschlagen und enthauptet.

Rosenkranzkönigin
Blumengruß zum Valentinstag

Und ein anderer Valentin:

Zu Terni der heilige Bischof und Blutzeuge Valentinus. Er wurde nach langer Geißelung in den Kerker geworfen. Da er nicht zum Abfall zu bewegen war, wurde er auf Befehl des Stadtpräfekten Placidus um die Stille der Mitternacht aus dem Gefängnis geholt und enthauptet.

Zu Terni die heiligen Blutzeugen Proculus, Ephebus und Apollonius. Als sie bei der Leiche des heiligen Valentinus die nächtliche Gebetsfeier hieleten wurden sie auf Befehl des Konsuls Leontius ergriffen und mit dem Schwerte getötet.

Ferner anderwärts eine große Anzahl anderer heiliger Blutzeugen und Bekenner sowie heiliger Jungfrauen.

Aus: Das Römische Martyrologium Ausgabe von 1962 Übersetzt von den Benediktinern der Erzabtei Beuron

Rom sehen und …

Heute habe ich richtig richtiges Fernweh bekommen. Ich habe alte Urlaubsbilder durchstöbert und festgestellt, mein letzter Urlaub ist schon ziemlich lange vorbei. Zeit also, den Urlaub für demnächst zu planen.

Am Ufer des Latrinischen Meeres
Am Ufer des Latrinischen Meeres

In den letzten Jahren habe ich größtenteils meinen Urlaub im Schwarzwald verbracht, also quasi hier um die Ecke. Der nächste Urlaub soll dann doch schon anderswo hingehen. Ans Meer zum Beispiel. Steinhuder Meer hört sich nicht schlecht an.

Fündig bin ich vorhin bei einem Reisemagazin geworden. Städtetouren oder so. Ich habe hier einmal einen Film über Rom ausgesucht. Das könnte ein lohnendes Urlaubsziel sein. Der Schnee, der Regen, die tiefhängenden Wolken … einfach fantastisch.

Hier das Video über Rom:

Ich bin begeistert. Wie meine Redaktion die Urlaubsplanung aufnimmt, weiß ich nicht. Vielleicht fahren wir dann doch woanders hin.

Das Märchen vom Teufel und dem Kirchenfürst

Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in einer großen bayrischen Stadt ein Kirchenfürst. Der Kirchenfürst hatte alles, was er sich nur wünschen konnte. Doch das reichte im nicht.

Georg Ausfluss
Georg Ausfluss, unsympathisch auf ganzer Linie

Da traf es sich eines Tages, dass der Teufel an ihn herantrat und zu ihm sprach: „Ich kann dir helfen, noch größer und noch mächtiger zu werden. Wenn du bereit bist, das zu tun, dann werde ich dafür sorgen, dass alle deine Wünsche in Erfüllung gehen und du schon bald in Rom bist.“

„Das will ich gerne machen“, antwortete der Kirchenfürst, „was soll ich tun?“

„Nun“, sagte der Teufel listig, „das ist ganz einfach. Du musst nur deinen Schäfchen erzählen, dass es mich nicht gibt und auch die Hölle nur eine böse Erfindung ist.“

Der Kirchenfürst willigte gerne ein und so tat er, wie ihm der Teufel geheißen. Und er machte sogar noch mehr, als vom Teufel gefordert, denn er sagte allen, die es hören wollten, dass es nicht nur keine Hölle und keinen Teufel gäbe, nein, er erzählte auch, dass die Kirche für die bösen Geschichten von der Hölle und den Qualen öffentlich Abbitte leisten müsse.“

Da der Kirchenfürst sich so bereitwillig dem Teufel ergeben hatte, wurde seine Macht größer und größer und bald schon gehörte er zu den wichtigsten Männern in Rom.

Gott sei Dank, liebe Kinder, ging dieser teuflische Plan nicht auf. Denn es gab noch gottesfürchtige Priester, die um den rechten Weg in den Himmel wussten. Sie predigten vom Seelenheil der Menschen und wie einfach es doch sei, in den Himmel zu gelangen – wenn man sich an Gottes Geboten hielte. Selbst wenn man Gottes Gebote mal nicht hielt, so erklärte diese katholischen Priester, so gab es immer noch den Weg der Reue, der wieder zu Gott führte.


Prälat Wilhelm Imkamp: Wie heiß ist die Hölle?

Die Priester priesen nicht nur Gott und predigten vom Himmel, Sünde und Umkehr, die Priester warnte auch davor, Gottes Weg zu verlassen. Auch über die Hölle wussten sie sehr anschaulich zu berichten, so dass jeder, der diese Worte hörte, verstehen konnte, was die Hölle für ein böser Ort ist.

Das knifflige Suchbild am frühen Montagmorgen

Der Montagmorgen ist von je her, also seit Einführung der 40 Stundenwoche, ein ungeliebter Morgen. Hektisches erwachen, hastiges frühstücken, unhygienisch schnelles Zähne putzen.

Ruhe bewahren, sage ich nur, Rom ist auch nicht an einem Tag zugrunde gerichtet worden, die EU wird nur einen tausendstel der Zeit benötigen, um in Schutt und Asche zu liegen.

Suchbild aus dem Rosensteinpark

Also: Eile mit Weile!

Hier ein kleines Suchbild, das die nötige Entspannung für den kommenden Arbeitstag liefert. Aber nicht mogeln. Nach dem Gras wird nicht gesucht.

Ich wünsche einen schönen Arbeitstag

Anni Freiburgbärin von Huflattich