Ein herzallerliebstes Erpelpärchen turtelt auf dem Teich. Ist es nicht schön anzuschauen, so beschaulich, so mild. Da wird einem schon ganz warm ums Herz. Ja, so höre ich schon sagen, die Natur ist schwul. Das Bild ist der Beweis.
Das kann’se in’nen Rosensteinpark richtich klasse beobacht’n. Da tut der Erpel un‘ die Ente und der Erwin mit seine Frau un‘ alle sin‘ richtich glücklich. Tun ’se zumindest sag’n tun. Mich tut das nich‘ weiter juck’n. Bald tut’es neue Enten un‘ Gänse geb’n tun un‘ … Weiterlesen ... “Der Frühling tut mit Riesenschritten komm’n”
Wunderbar herausgeputzt hat sich dieser Erpel. Warum eigentlich?
Na, ganz einfach: Die Stockenten im Rosensteinpark sind Standvögel, sie ziehen nicht in ein Winterquartier. Und bei diesen schrägen Vögeln beginnt die Paarbildung schon im Herbst.
Der große Schnüffler hat Neuland betreten. Statt Ehebrecher*innen/drinnen/draußen zu verfolgen und aufzuspüren, hat er sein einzigartiges Talent für den eigenen Dienst nutzbar gemacht. Gegen gute Bezahlung wird er auch für andere Erpel erfolgreich tätig.
Meine Freiburgsekretärin hat eine kleine Bilderserie über dieses sich putzende Entenweibchen mitgebracht. Auf etwas mehr als 200 Bildern kann man allen Phasen der Reinigung beiwohnen.
Ein Erpel, der sich vermutlich als Adressaten der Putzorgie ausgemacht hat, schaut dem Treiben auf ungefähr 150 Bildern zu.
Die wunderbare Liebesgeschichte, die sich heute im Rosensteinpark zutrug, ich berichtete darüber, scheint nun ein gutes Ende gefunden zu haben. Er hat sie und sie ist nicht abgeneigt.
Bei den Erpeln gibt es, wie auch bei den Menschen, Gewinner und Verlierer.
Dieser Erpel ist der große Verlierer (ähnlich wie der zweibeinige Deutschköter mit Dutt). Er hat den nicht geführten Kampf um das Weibchen verloren und trägt nun seine Trauer zu Wasser.