Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Endlich Urlaub

Feuilleton

Das Wetter ist zur Zeit in den Wechseljahren, es wechselt von unangenehm zu sehr unangenehm. Die sonnigen Tage sind vorbei, sagt der Wetterbericht.

Tiefdruck über den Schwarzwaldhöhen

Tiefdruck über den Schwarzwaldhöhen

Stimmt. Für diese Prognose habe ich ein geeignetes Urlaubsbild. Grauer Himmel über dunklen Schwarzwaldhöhen.

Passt schon.

Schöneres Wetter soll es auch wieder geben. Vermutlich am 20. März 2021.

Ganz langsam geht der Herbst in den Winter über. Jetzt beginnt die Zeit der Basteleien.

Anni Freiburgbärin von Huflattich

Mir schwant Übles: Kalt wird’s und noch kälter

Ich habe gestern überlegt, was ich basteln könne. In Anbetracht des regnerischen Wetters ist mir natürlich sofort etwas eingefallen.

Ich habe Bilder mit Wolken gebastelt. Und weil gerade die Corona-Pandemie mit ihren Quarantänebeschränkungen grassiert, habe ich mir gedacht: „Anni, Du bist doch nett. Setze in jedes selbstgebastelte Wolkenbild ein Flugzeug hinein. Dann können sich die armen quarantänegeschädigten Menschen freuen und Du hast Dein gutes Werk für heute vollbracht.“

Hier ist also mein gutes Werk für heute, vielleicht auch für Morgen und die ganze nächste Zeit:

Duftweiche Satinwolken in abendlichem Rot

Duftweiche Satinwolken in abendlichem Rot

 

Sahnecremewolken unter blauem Holunderhimmel

Sahnecremewolken unter blauem Holunderhimmel

 

Sonnenglut, exotisch mit einem kleinen Spritzer Fernweh

Sonnenglut, exotisch mit einem kleinen Spritzer Fernweh

 

Eisglätte, Rutschgefahr

Eisglätte, Rutschgefahr

 

Schneematschwolken, hintergrundilluminiert

Schneematschwolken, hintergrundilluminiert

 

Anni in the sky

Wenn ich in Stimmung bin, dann geht’s rund

So!

Anni Freiburgbärin von Huflattich

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Dass es keine Germanen gegeben hat, weiß seit vorige Tage jeder welt-Leser. Angeln, Goten, Sachsen, Azteken und Schoschonen sind eindeutig Erfindungen der Gastarbeiter.

Via-Malla

alea iacta est – Römer wieselten auch schon im Antiken Norwegen

Andersherum wird ein Schuh draus. Wie dieses Bild beweist, haben sich die Römer bis in den höchsten Norden Nichtgermaniens ausgebreitet. Der gut erhaltene Legionellenhochstand an der Via Mallaballa und ganz besonders die antike Wegmarkierung (s. Pfeil) sind der beredende Beweis: Dänemark war schon immer die Hauptstadt des römischen Reiches.

Frederick Delius, geb. 29. Januar 1862 in Bradford, gest. am 10. Juni 1934 war ein englischer Komponist deutscher Herkunft.

Schau, darum ist Verödet deine Stätte worden

Kaputte Kirchen passen gut zur Musik

Er entwickelte seinen sehr persönlichen Stil, der anfangs von Wagner und Grieg, später auch von Debussy beeinflusst war: Eine unverwechselbare Harmonik, ein scheinbar unendliches Fließen der Musik und ein dem Impressionismus nahestehendes sensibles Erfassen feinster emotionaler Nuancen.

Delius Musik kann als bedeutender musikalischer Ausdruck des „Fin de siècle“ verstanden werden.

Sweet, sweet music from the… Weiterlesen

Weiß du noch, wie es war? Damals? In jener Zeit, die nun als die Glückliche, die Unbeschwerte, gilt?

Rosensteinpark im Nebel

An einem düsteren Septembertag vor dem Jahr der grenzenlosen Coronafreuden

Sieh‘ dir dieses Bild genau an. Erinnerungsdunkel offenbart es trotzdem unermesslich schöne Dinge und Begebenheiten. Der Rosensteinparkteich ist mit Wasser gefüllt und das Riesenrad wartet auf fröhliche Kunden.

Und Heute?

Schwamm drüber, Deutschköter will es so.

So stelle ich mir meinen Altersruhesitz vor:

Pflegeleicht und kostenreduziert

Mein Altersruhesitz:
Pflegeleicht und kostenreduziert

Sonnenbeschienen in herbstlichem Ambiente.

Bei genauerem Hinsehen entpuppt er sich als realistisch marode. Was kann man heutzutage noch anderes erwarten?

Leckerer PIlz

Pilz! Mhhm lecker.
Ist der überhaupt essbar?

Für das Essen ist auf jeden Fall gesorgt.

Wenn am frühen Morgen als erstes dieses Bild erscheint,

Stein des Anstoßes

Der Stein des Anstoßes: Kein Leichtgewicht, aber auch kein erdrückendes Problem. Man muss halt das Beste daraus machen, gell?

dann weiß man, woher die Alpdrücke in der Nacht stammten. Gut, der erste Eindruck relativiert sich, wenn man anhand des Grases links die Größe des Kawensmanns richtig einschätzt, aber der Druck bleibt.

Machen wir ein wenig in Herbst. Delius hat ein herrliches Stück herbstlicher Musik geschaffen. Hinreißend schön, leicht und locker kommt es daher.

Sonnenstrahlen tauchen den Rosensteinpark in goldenes Licht

Sonnenstrahlen tauchen den Rosensteinpark in goldenes Licht

Oh wären doch alle dekadenten Dekadentisten so von Delius inspiriert.

Doch was heute als dekadent bezeichnet wird, war früher einfach nur ordinär, vulgär, einfach widerlich.

Delius ‚By The River‘: Chatsworth Park: Autumn

Die Umwandlung beginnt. Langsam, ganz langsam schreitet sie voran. Es ist kaum zu bemerken, wie die Änderung fortschreitet.

Herbstlich bunt

Herbstlich bunte Farben erfreuen das Gemüt

Aus Grün wird meist Gelb, erst leuchtend, später Braun.

Aus Grün wird auch Orange, erst leuchtend, später Braun.

Aus Grün wird auch Rot, erst leuchtend, später Braun.

Der Herbst spiegelt in seiner Unschuld herrlich die politische Farbenlehre wieder. Alles Grüne landet bei dumpfen Braun.

Endlich hat die Fußballsaison wieder begonnen. Mein Interesse an Fußball ist zwar gering, aber in Zeiten von Coronagefängnis bin ich für jede Abwechslung in den dunklen Gemäuern meines Coronaverschlages dankbar.

Kalle beim Tabledance: So geh'n die Deutschen

Fußball in längst vergangenen Zeiten. Fußballfan beim Tabledance: So geh’n die Deutschen. Ole!

Einige Änderungen zum „normalen“ Fußball, was immer das sein soll, hat es coronabedingt zum Saisonstart gegeben. Die Fußballer dürfen nur zu viert auf den Platz und müssen eine Art Rüstung gegen Coronainfektionen tragen. Den Rüstungen angepasst ist die Größe des Fußballs. Der Rest ist bekanntes Fußballspiel. Wer zuerst die meisten Tore geschossen hat, hat gewonnen. Oder so.


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