Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Das Jahr beginnt eisig!

Feuilleton

Die Wirtschaft boomt. Hochindustrialisiert beginnt Deutschland das neue Jahr, das kulturelle Leben blüht.

Winter

Es ist kalt und es wird kälter

Schwanken zwischen Aufbruchsstimmung, Zukunftseuphorie, diffuser Zukunftsangst und Regression, Endzeitstimmung, Lebensüberdruss, Weltschmerz, Faszination von Tod und Vergänglichkeit, Leichtlebigkeit, Frivolität und Dekadenz.

Eine allgemeine Krise ergriff die maßgebenden Gesellschaftsschichten, weil Grundwerte des sozialen Lebens gefährdet schienen.

1913. Ein Jahr vor Beginn des Weltkrieges, der bis 1990 ging. Ein Jahr vor Ende der Kunstrichtung, die als Dekadentismus bezeichnete wurde.

Frederick Delius – Florida Suite II. By the River

Das Wetter war heute klasse. Einfach herrlich. Um 9:00 schien es hell zu werden und so war es dann auch. Grau diffuses Sonnenlicht erhellte den Balkon und lud zum zweiten Frühstück ein.

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Mit anderen zu teilen ist das schönste wo gibt 🙂

Ein lecker Spaghettieis sollte es schon sein. Eigentlich für mich allein, aber als dann Julchen ziemlich hungrig dazu kam und ihren Teil einforderte, da war ich nicht so und habe geteilt.

Ich habe nicht nur ein altes Spaghettieisbild gefunden, nein, ich habe auch ein kleines Tondokument über Julchen wiederentdeckt.

The killer sheep comes fall time – in the gloom

Titel: Schafsweiß

Album: Ein ruhiger Tag

Interpreten: Anni Freiburgbärin von Huflattich & Druckersrocken

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Ja! Mit unseren führenden Politikern sind wir wieder wer. Bis zum Ural zittert der Bär vor unserer gnadenlosen scharfsinnig und -züngig auftretenden Vollblutpolitikerin.

Theo! Das Biest bei Nacht

Thick as a brick!
Dumm wie Bohnenstroh!

Knorke! Einfach klasse, wie die Zahnfee so ganz stickum aus Genesende Verwesende zaubert. UND … endlich, endlich den Impfzwang einführt.

Oh! Und unser Bigboß, dem verfeindete Staaten schon vor 40 Jahren den roten Teppich ausrollten und Kaviar servierten. Wunderbar.

All diesen wunderbaren und fähigen Leuten ist dieses Lied gewidmet. 50 Jahre alt, aber immer noch zutreffend:


Jethro Tull – Thick As A Brick (live in London 1977)

Die Außerirdischen sind da und sie haben klare Spuren hinterlassen, die von jedem zweifelsfrei zu identifizieren sind.

Außerirdisch

Außerirdischer Personalausweis

Das Bild zeigt den Personalausweis eines Außerirdischen, diesmal nicht in Korn gelegt sondern auf Eis serviert.

Vermutlich möchte dieser Außerirdische sagen, man solle endlich den Coronawahnsinn auf Eis legen.

Oder auftauen lassen.

Oder so.

So, ich mache jetzt ersteinmal meine Bandscheibenvorfallsgymnastik und gucke dann, was Theo über einen ähnlichen Außerirdischen zu erzählen weiß.

Eine ganz spezielle Variante der pessimistischen oder optimistischen Sichtweise in der Art „das Glas ist halb voll“ oder „das Glas ist halb leer“ bietet dieses Bild. Aufgenommen wurde der neugierig schauende Graureiher letztes Jahr im Juli.

Reiher im Juni im Rosensteinpark

So schön war es früher einmal. Ob es je noch mal so wird?

Der Pessimist mag nun mit Trübsal in der Stimme sagen: „So ein schönes Wetter gab es vor einem halben Jahr.“

Der Optimist wird frohlocken und voll Freude ausrufen: „Hey, bald ist Karnelval, dann kommt Ostern und in nur einem klitzekleinen halben… Weiterlesen

Menschen sind wunderlich. Meine Annisekretärin gehört dazu. Bis gestern hatte sie Auge, Blase, Schulter und Husten. Aber das reichte ihr nicht. Gestern, am späten Abend dann der erlösende Artikel: Burnout!

Nur ein Traum

Krankheit in Coronazeiten

Zur Zeit liegt sie im Bett und pflegt ihr „Burnout“. Alle haben Burnout, nur sie hatte es bisher nicht, dass ging nicht.

Meine Annisekretärin ist sehr empfänglich für Krankheiten, von denen sie gelesen hat. Das Phänomen ist nicht neu. Der eingebildete Kranke ist so alt wie die Menschheit selbst.

Jerome K. Jerome hat in seiner unvergleichlich britisch humorvollen Art dieses Symptom beschrieben. Diagnose: Burnout. Leicht zu kurieren, ein gutes Steak reicht:

Wir waren unsrer viere – Georg William, Samuel Harris, meine Wenigkeit und Montmorency – und saßen zusammen in meiner Wohnung, rauchten Zigarren und Pfeifen, und unterhielten uns von der Verderbtheit unserer Naturen – Verderbtheit in gesundheitlicher Beziehung meine ich natürlich.

Wir fühlten uns allesamt mit Übeln behaftet, was uns entschieden in eine nervöse Aufregung versetzte. Harris sagte, er bekomme öfters solche außerordentliche Schwindelanfälle, daß er kaum mehr wisse, wo ihm der Kopf stehe; dann sagte Georg, auch er habe Schwindelanfälle, daß er kaum mehr wisse, wo ihm der Kopf stehe. Bei mir war es die Leber, die nicht in Ordnung war. Ich war sicher, daß meine Leber nicht in Ordnung wäre, da ich gerade vorher ein Zirkular über patentierte Leberpillen gelesen hatte, worin die verschiedenen Symptome ganz genau angegeben waren, an denen man ganz sicher erkennen konnte, ob die Leber in Ordnung sei oder nicht. Alle diese Symptome zeigten sich bei mir.

Es ist wirklich äußerst merkwürdig, daß ich niemals die Ankündigung irgendeines patentierten ärztlichen Mittels habe lesen können, ohne sofort zu der Überzeugung zu gelangen, ich leide in hohem Grade an dem besonderen Übel, wofür in dem angekündigten Mittel die Heilung angeboten wurde. Die Diagnose scheint in jedem Fall mit meinen spezifischen Empfindungen übereinzustimmen. Ich erinnere mich, daß ich eines Tages ins Britische Museum gegangen war, um dort die Behandlung eines leichten Übels – ich glaube, es war Heuschnupfen – nachzulesen. Ich holte mir das betreffende Buch herunter und las alles, was darüber zu lesen war; dann wandte ich gedankenlos und nachlässig das Blatt um und begann gleichgültig andere Krankheiten zu studieren. Ich habe vergessen, welche Krankheit mir zuerst aufstieß; ich weiß nur noch, daß es eine fürchterliche, pestartige Krankheit war; und ehe ich auch nur die Hälfte der allgemeinen Kennzeichen gelesen hatte, war ich schon überzeugt, daß ich davon befallen sei. Ich saß eine Weile völlig erstarrt vor Schrecken; dann las ich in stiller Verzweiflung die folgenden Seiten. Ich kam zum Typhus, las seine Merkmale, und nahm sofort wahr, daß ich das Nervenfieber habe, daß ich es bereits seit Monden haben müsse, ohne eine Ahnung davon gehabt zu haben. Ich war nun in der Tat neugierig, was mir wohl sonst noch fehlen möchte; so kam ich zum Veitstanz; wie ich nicht anders erwartet hatte, hatte ich den auch. Jetzt interessierte mich mein ganz eigentümlicher Fall, und ich beschloß nun, ihn bis auf den Grund zu untersuchen. So nahm ich denn die verschiedenen Krankheiten in alphabetischer Reihenfolge durch und fand, bei A anfangend, Agne (kaltes Fieber) und machte die Bemerkung, daß ich auch daran leide, und daß die Krisis in etwa 14 Tagen eintreten werde. Die Brightsche Krankheit hatte ich, zu meiner großen Erleichterung, nur in schwachem Grade, und in betreff dieser hätte ich noch manches Jahr leben können. Cholera dagegen hatte ich schon mit ernsteren Komplikationen, und Diphtheritis war mir, wie es schien, angeboren. Gewissenhaft drang ich bis ans Ende der 26 Buchstaben, und die einzige Krankheit, von welcher ich annehmen konnte, verschont zu sein, war Kindbettfieber.

Darüber war ich nun anfangs etwas verletzt; es schien mir dies eine Vernachlässigung! Warum hatte ich nicht auch Kindbettfieber? Nach einer Weile jedoch überkamen mich weniger streitbare Gefühle! In Erwägung, daß ich doch jede andere bekannte Krankheit hatte, wurde ich weniger selbstsüchtig in betreff des Kindbettfiebers und beschloß, darauf zu verzichten! Die Gicht auch, in ihrem bösartigsten Auftreten, hatte mich unbewußt in Beschlag genommen, und an Zymosis hatte ich seit meiner Knabenzeit gelitten!

Da nach Zymosis keine weiteren Krankheiten mehr angeführt waren, so schloß ich daraus, daß ich nun auch mit keiner weiteren behaftet sei.

So saß ich denn eine gute Weile und dachte nach. Ich fand, was für ein interessanter Fall ich in ärztlicher Hinsicht jedenfalls sein müsse und welch eine Akquisition ich z. B. für die Untersuchung in einer Klinik abgeben würde. Die Studenten würden nun nicht mehr nötig haben, zu ihrer Belehrung von einem Spital in das andere zu laufen, wenn sie mich hatten. Ich war ein ganzes Spital – ich ganz allein. Alles, was sie fernerhin zu tun haben würden, wäre, mich anzusehen und nachher ihr Examen zu machen.

Dann interessierte es mich, zu erfahren, wie lange ich überhaupt noch zu leben haben würde. Ich fühlte meinen Puls – zuerst konnte ich gar keinen Puls bei mir finden. Dann schien er plötzlich mit Schlagen anzufangen. Ich zog meine Uhr heraus und zählte. Er machte 147 Schläge in der Minute! Dann wollte ich den Herzschlag prüfen; ich fand mein Herz nicht! Es hatte aufgehört zu schlagen! Ich bin seither zu der Ansicht gekommen, daß ich damals doch wohl ein Herz besessen haben muß, welches schlug – aber ich kann nicht dafür einstehen. Ich befühlte meine ganze Vorderseite von dem Teil an, den man züchtig „Taille“ nennt, bis zum Kopf, strich an den Seiten und außerdem ein Stück den Rücken hinauf, aber ich konnte nichts von einem Herzen weder fühlen noch hören. Dann versuchte ich, meine Zunge zu besehen, streckte sie heraus, soweit ich konnte, und machte, um schärfer zu sehen, ein Auge zu. Ich konnte nur die Spitze sehen, und das einzige, was ich aus dieser Untersuchung mit Gewißheit schöpfte, war, daß ich das Scharlachfieber hatte.

Als gesunder, glücklicher Mann hatte ich dieses Lesezimmer betreten, als ein elender, gebrochener Patient kam ich wieder heraus.

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Heißa Kathreinerle schnür mir die Schuh. Aber mach‘ mir bitte nicht meinen Rücken nass, denn der Rubikon ist überschritten. Taler, Taler, du musst wandern, aber wer wird denn weinen, wenn man auseinander geht.

Bald wieder Spaß im Freizeitbad

Bald wieder Spaß im Freizeitbad – wenn die Freibäder öffen

Morgenstund‘ hat Gold im Mund und reden ist echt Silber, auch wenn der Krug solange zum Brunnen geht bis er bricht. Mit Speck fängt man Mäuse, doch man soll das Fell des Bären nicht verteilen bevor er erlegt ist.

Ein Unglück kommt selten allein, aber einmal ist… Weiterlesen

Ich bin im Büro. Alles leer, das heißt, niemand anwesend. Merkwürdig, heute ist Donnerstag. Sonst ist Donnerstag immer etwas los, lockere Gespräche ins Diktiergerät, Tastatur- und Kaffeetassen geklappere.

Das Gelage

Impressionen einer Open Air Herrenfete im Vorvorvorfrühling

Ich denke, ich bin im falschen Film. Genau diesem Augenblick klingelt das Smartphone, eine Whatsapp von Theo. Stolz präsentierte er sich und die verschwundene Belegschaft.

„Anni, keinePanich! Wir machn nur ’ne Openair vorvorvorfrühlingsfete. In’ner Woche oder zwei sin‘ wir wieder zurück! Spiel mal unsere Musik. Iss aufgenommen un‘ begefügt.“

Klasse! Dann habe ich für die nächste Zeit Ruhe. Ein Blick aus dem Fenster, ja, der Schnee von heute Morgen ist weggetaut.

Gut, hier ist die Feten-Musik. Es ist die gleiche wie im vorigen Jahr. Denen fällt auch nichts neues mehr ein.

 

Titel: Lagerfeuerromantik im Vorfrühling

Album: Kommt noch

Interpreten: Theo und der Restbestand
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Ganz kurz: Irgendwie so am Rande unter ferner liefen hat mich doch die Bedeutung des Wortes „fackzine“ interessiert.

Kuh

Die Turbokuh. Nährmutter aller Vakzine und Mücken

Und siehe da, fackzine wird in Wirklichkeit Vakzin geschrieben und heißt nicht anderes als Impfstoff, auch das Vakzin oder die Vakzine genannt, lat. vaccinus „von Kühen stammend“.

Vakzinierend, wie mein früherer Freund Spock zu sagen pflegte. Oder war das der neunte Doktor?

Diese Ente lebt gefährlich. Extrem gefährlich.

Die Zeitungsente fürchtet sich im Rosensteinpark

Es ist wahr: Die Zeitungsente fürchtet sich im Rosensteinpark

Nicht das es ihr etwas ausmachte demnächst als Essen auf dem Mittagstisch zu landen, nein, es sind andere Dinge, die ihr schlimmere, existenzbedrohende Sorgen bereiten.

Ihre gesamte Rasse soll ausgerottet und durch Anglizismen ersetzt werden.

Das geht nicht!

Deshalb: Rettet die Zeitungsente vor alternativen Fakten! Das ist gelebter Artenschutz.

ACHTUNG! Dieser Artikel ist kein Fakenews