Schwalbenschwanz

Der Schwalbenschwanz ist einer der größten und auffälligsten Tagfalter und hat eine Flügelspannweite von 50 bis 75 Millimetern.

Schwalbenschwanz
Der Schwalbenschwanz lässt sich nieder

Bisher hatte sich so ein Angehöriger der Familie der Ritterfalter (Papilionidae) nie auf unseren Balkon verirrt.

Schwalbenschwanz
Der Sommerflieder bietet guten Nektar

Im letzten Jahr haben wir unsere Balkonhecke durch Sommerflieder ergänzt. Leider war bisher die Ausbeute an Nektarschlürfenden Insekten nicht sonderlich groß.

Schwalbenschwanz
Einfach nur genießen

Ein paarmal schwirrten Taubenschwänzen, allerdings mehr an den Blüten des Geißblatt naschend, auf unserem Balkon, aber den Sommerflieder haben bisher nur Biene, Hummel und ähnliches Viehzeugs besucht.

Schwalbenschwanz
Und Tschüss

Gestern war die große Sensation perfekt: Ein Schwalbenschwanz besuchte lange und ausgiebig unsere Sommerfliederblüten.

Zeit genug blieb, ihn gut in Szene zu setzen.

Doppeldecker Hummel

Seit Tagen besuchte uns eine riesige, 2 – 3 cm (gefühlt: 10 – 20 cm) große Hummel, allein und immer tief und aufgeregt brummend. „Aha“, dachte ich sofort, „eine Hummelkönigin auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz“.

Hummel
Doppeldeckerhummel an fotografiertechnisch schwieriger Stelle
Hummel, Hummel

Dann die Überraschung. Ein doppelt so lautes (gefühlt: 10 mal so lautes) Brummen lag in der Luft. Die Quelle kam von unterhalb des Balkongeländers, natürlich an dessen Außenseite.

Die dicke fette Hummel und noch eine etwas kleinere, auf ihr drauf. Hummeln werden normalerweise im Herbst befruchtet und überleben den Winter in ihrem Nest, um dann im Frühjahr auszuschwärmen.

Was für eine Bewandtnis hatte es mit diesem Doppeldecker? War wegen des warmen Winters eine paarungswillige Hummel unterwegs, die nun von einer Drohne begattet wurde? Oder konnte ich hier den Endkampf zweier rivalisierender Hummelköniginnen sehen?

Keine Ahnung. Nun wird der Balkon nicht mehr von Hummeln besucht.

Die grundsätzliche Frage ist aber interessant: Ging es um Fortpflanzung oder Königinnenmord? Sex and Crime im Tierreich. „Doppeldecker Hummel“ weiterlesen

Unerwartet

Es ist schon merkwürdig, was einem am frühen Morgen über den Weg läuft. Ich meine nicht schwarze Katzen oder durchzechte Messerstecher oder so.

Hummel
Stilleben am frühen Morgen: Hummel auf Essen

Hier, am Schreibtisch, vor dem PC, bei der Durchsicht der Archivbilder, hier läuft mir so manche Preziose über den Weg. Bildlich gesprochen.

Diese nette kleine besitzergreifende Hummel hat es mir angetan. Schön, gell?

Was sich alles hierher verirrt

Was sich alles hierher auf unseren Balkon verirrt, das ist nicht mehr als schön zu bezeichnen.

Heuschrecke
Bei so kleinen Viechern muss man aufpassen, dass man nicht drauf tritt.
Gibt hässliche Flecken

Sicherlich, Rotkehlchen, Amseln, Meisen (Blau- und Kohl-), sowie Türken- und Ringeltauben gehen noch in Ordnung. Eichhörnchen auch. Stadttauben NEIN, aber die leben hier zum Glück nicht.

Das Eichhörnchen
Das Eichhörnchen hatte auf unserem Balkon sehr schnell seinen Irrtum erkannt und kam nie wieder

Auch Hummel, Bienen, gallische Feldwespen und Taubenschwänzchen sind auf unserem Balkon durchaus wohl gelitten.

Eine Hornissenschwebfliege
Eine Hornissenschwebfliege hat uns auch schon einmal besucht

Schmetterlinge und Heupferdchen gehen noch gerade in Ordnung. Der Rest der Fauna braucht sich nicht blicken lassen.

Spinnen, Spinnmilben, Blattläuse und so weiter sind unerwünscht.

Da sind wir ganz rassistisch. „Was sich alles hierher verirrt“ weiterlesen

Wunderbare Orchestrierung

Wunder über Wunder, die Hummel fliegen schon von einer Bürste zu nächsten und das in unhummelmäßiger Geschwindigkeit.

Fette Hummel kurz vor dem Absprung
Fette Hummel kurz vor dem Flug. Sie wartet noch auf die Zahnbürste

Wenn moderne Zahnputztechnik auf alte Noten stößt, dann kann es nur zum Vorteil sein.

Muss es aber nicht. Ein kurzer Blick, eine momentgeladene Klangaufnahme reichen nicht. Bis zum bitteren Ende gucken ist angesagt – ich habe es immerhin auch durchgehalten.


Hier ist der Flug der Hummel. Flight of the Bumblebee by Nikolai Rimsky-Korsakov played by six electric toothbrushes.

Klasse, gell? Und zum Nachtisch gibt es noch etwas aus der Halle des Bergkönigs.


In the Hall of the Mountain King played by 17 electronic devices. The orchestra consists of 7 electric toothbrushes, 7 credit card machines, two steam irons and one electric typewriter.

„Wunderbare Orchestrierung“ weiterlesen

Die Rache des Lavendel

Nachdem ich erleichtert feststellte, dass die Zeit des Müßiggangs für Heute vorbei sei (meine Sekretärinnen sind wach), da ging es Schlag auf Schlag.

Lavendel, Hummel, Pfeil
Da, wo der Pfeil hinzeigt, ist die Hummel zu erahnen

Ich war im Begriff, eine Aktualisierung von WordPress einzuspielen, als meine Annissekretärin aufgeregt ins Büro kam. Der Lavendel habe gezeigt, was er drauf habe, sagte sie, eine Hummel hätte ihn besucht, gerade eben, sie habe ein Beweisfoto gemacht.

Klasse. Wir haben also den Lavendel nicht umsonst gekauft, marodierende Hummel besuchen ihn Sekundenweise. Warum nicht.

Lavendel ist ja auch ganz nett. Er hat Einzug in die Poesie gehalten und auch in die Musik. Hier ein Beispiel. Lavendel blau. Marillion.

Wie dem Video zu entnehmen ist, hat Marillion den Namen in Anlehnung an Tolkien gewählt, Si-marillion, ha ha. Ich hatte eher an Marillion-Likör gedacht. Passt eher zum blauen Lavendel. Der Sänger nennt sich Fish, das passt natürlich wieder prima zu Gollum „frischer Fisssssssch!“.

„Die Rache des Lavendel“ weiterlesen

Und sie leben doch

Törööö! Vorige Tage behauptete ich noch voll im Sinne unserer Hüpfburger Bürger, die Hummel sterbe aus und als Folge davon auch der Eichelhäher.

Eichelhäher und Hummel in blühender Kirsche
Eichelhäher und Hummel friedlich vereint in der blühenden Kirsche. Ich kann es zwar nicht beweisen, aber ich bin der Meinung, dass sich die Hummel in dem Eichelhäher richtig wohl fühlt.

Törööö! Töröö! Gestern habe ich auf dem Balkon eine ziemlich aufdringlich fette Hummel gesichtet. Nach dem Motto der Pilzsammler – wo ein Pilz ist, da muss ein zweiter sein, kein Pilz ist gern allein – habe ich sofort in den Eichelhäherbeobachtungsmodus geschaltet.

Törööö! Töröö! Törö! In der blühendweiß blühenden Kirsche bin ich fündig geworden. Ein Eichelhäher dick wie eine Hummel. Ich bin hin und weg.

Ich gelobe feierlich, dass ich Hummel, Eichelhäher und Klima quicklebendig gesehen habe und schwöre ab sofort jedem Hüpfbürgertum ab.

Hummel – Konzert für Trompete und Orchester E-Dur

Johann Nepomuk Hummel, geb. 14. November 1778 in Pressburg, Königreich Ungarn, gest. 17. Oktober 1837 in Weimar war ein österreichischer Komponist und Pianist.

Magersüchtige Hummel
Magersüchtige Hummel beim Training

Hummel veröffentlichte unter anderem sechs Konzerte für Klavier und Orchester, acht Klaviersonaten (darunter zwei zu vier Händen), zahlreiche weitere Kompositionen für Klavier solo sowie Kammermusik; außerdem komponierte er eine Reihe von Opern und Singspielen, Kantaten und Messen. Lediglich Sinfonien fehlen in seinem Werkverzeichnis.

Von unverminderter Bedeutung ist das Konzert E-Dur für Trompete und Orchester, dessen erster Satz heute ein Standardwerk für Aufnahmeprüfungen und Orchestervorspiele ist.Hummels Musik repräsentiert den Übergang von der klassischen zur romantischen Ära.

60. Internationaler ARD – Preistraegerkonzert 2011 Trompeten-Solist: Manuel Blanco Gomez-Limon; Spanien. Werk: Johann Nepomuk Hummel – Konzert für Trompete und Orchester E-Dur

Kleine Monster

Während andere Tierfotografen in die weite Welt reisen, gar bis in den Rosensteinpark, können wir auf die hilfreiche Hilfe der Natur zählen.

Monsterhummel auf Waldrebenblüte
Monsterhummel auf Waldrebenblüte

So sitzt gerade in Echtzeit ein kleines Monstrum auf einer Clematis (Waldrebe). Die Blüte hat einen Durchmesser von ca 9 cm, die Hummel nimmt ungefähr den dritten Teil des Duchmessers in Beschlag und ist damit ziemlich riesig.

Handelsüblich große Hummel, vermutlich eine Erdhummel
Handelsüblich große Hummel, vermutlich eine Erdhummel

Was uns normalerweise an Hummeln besucht ist um einiges kleiner.

Mit freundlichem Gruß an alle Unterwegstierfotografierer

Anni Freiburgbärin von Huflattich