Vatertag?

„Was ist das? Vatertag? Siehst Du nicht, dass wir hier voll beschäftigt sind?

Vatertag! So ’was dämliches!

Beschauliches Familienleben
Beschauliches Familienleben am Rande des Wassers im Rosensteinpark

Gertrude sag’ auch mal was!“

„Ja, Heinz, wir haben besseres zu tun. Außerdem: Wieso Vatertag? Heute ist ein anderer Feiertag. Aber da kommst Du sowieso nicht drauf. ES IST CHRISTI HIMMELFAHRT, Du Backpfeife!“

Christi Himmelfahrt

Nach seiner Auferstehung ist Jesus vierzig Tage hindurch immer wieder den Jüngern erschienen, um sich ihnen ,als lebendig‘ zu erweisen und vom Himmelreich‘ zu reden. Danach ist er vor ihren Augen in den Himmel aufgefahren. Sein Fußabdruck in jenem Stein, den man heute noch in der Himmelfahrtskapelle auf dem Ölberg zeigt, ist Sinnbild für den Eindruck, der sich damals unauslöschlich den Herzen der Apostel und dem Glauben der Kirche eingeprägt hat.

Christi Himmelfahrt
Christi Himmelfahrt

Mit seiner Himmelfahrt hat Jesus nicht nur sein Erlösungswerk vollendet, sondern auch die menschliche Natur zur göttlichen Herrlichkeit erhoben. Als Haupt seines mystischen Leibes (nämlich der Kirche) hat er sich zur Rechten des Vaters gesetzt. Er ist uns vorausgegangen, um auch uns seiner Gottheit teilhaftig zu machen‘. Im festen Glauben daran sollen wir tatsächlich ,dem Geiste nach im Himmel wohnen und mit ganzer Entschiedenheit suchen, was droben ist, „wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes“ (Kol 3, 1).

Während Jesus vor den Augen der Jünger entrückt wurde, sprachen die Engel von seiner Wiederkunft (vgl. Mt 24, 27 und 30). Bis dahin gilt es, den Missionsbefehl, den Jesus seiner Kirche wie ein Vermächtnis erteilt hat, getreu auszuführen, und IHN ,bis an die Grenzen der Erde‘ vor aller Welt zu bezeugen. Weil aber dieser Auftrag zur Zeugenschaft die menschliche Kraft übersteigt, gebot Jesus den Aposteln, die Herabkunft des Heiligen Geistes zu erwarten.

Mit gutem Grund hält nun die ganze Kirche – gemeinsam mit den Aposteln – wiederum die große ,Novene‘ zur Vorbereitung auf Pfingsten.

Wenn heute nach dem Evangelium die Osterkerze ausgelöscht wird, bedeutet dies nicht einfach, dass die Zeit der sichtbaren Gegenwart des Auferstandenen auf Erden beendet ist, sondern vielmehr, dass nun die Zeit seiner neuen Gegenwart in der Kirche beginnt.

Das göttliche Feuer möge alle Glieder der Kirche neu erfassen und sie verwandeln, damit sie glaubwürdige Verkünder des Evangeliums seien!

Aus: Pater Martin Ramm, Volksmissale

Ist der Mai …

Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun‘ und Fass. Ist’s im Mai recht kalt und nass, haben die Maikäfer wenig Spaß. Wenn’s im Mai viel regnet, ist das Jahr gesegnet. Regen im Mai bringt für’s ganze Jahr Brot und Heu.

Biergarten im Mai
Biergarten im Mai die Herzen erfreu‘

Ist der Mai heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken; ist er aber feucht und kühl, dann gibt’s Frucht und Futter viel.

Nasser Mai bringt trockenen Juni herbei.

Summ summ summ!

Der aussterbende Klimawandel und die gar nicht mehr existente Biene haben durchaus ihre Finger bei der letzten Wahl im Spiel gehabt. Klein, klein, fein, fein, so muss das unverdauliche Essen sein. Der Robert und die Ska wissen wie es geht.

Ausgestorbene Biene
Diese ausgestorbene Biene

So lecker‘ Bienchen, die in die ewigen Jagdgründe eingegangen sind, und das allgegenwärtige Klimamenetekel haben entschieden die Wahl beeinflusst. Also bleibt nur ein Loblied auf das neue europäische Wappentier anzustimmen, die Biene.

Der Text stammt von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der, ich traue mich kaum, es zu schreiben, auch die deutsch Nationalhymne geschrieben hat. Sogar mit der ersten Strophe.

Summ summ summ!
Bienchen summ’ herum!
ei! wir thun dir nichts zu Leide,
flieg’ nun aus in Wald und Heide!
Summ summ summ!
Bienchen summ’ herum!

Ausgestorbene Biene
erfreute sich des Nektars

Summ summ summ!
Bienchen summ’ herum!
such’ in Blumen, such’ in Blümchen
dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen!
Summ summ summ!
Bienchen summ’ herum!

„Summ summ summ!“ weiterlesen

Annette von Droste-Hülshoff – Am fünften Sonntage nach Ostern

„Aber solches habe ich zu Euch geredet,
damit, wenn die Stunde kömmt, Ihr daran
gedenket, daß ich es Euch gesagt habe.“
Erwacht! der Zeitenzeiger hat
Auf die Minute sich gestellt;
Dem rostigen Getriebe matt
Ein neues Rad ist zugesellt;
Die Glocke bebt, der Hammer fällt.

Die Glocke bebt, der Hammer fällt
Die Glocke bebt, der Hammer fällt

Wie den Soldaten auf der Wacht
Die Ronde schreckt aus dumpfer Ruh‘,
So durch gewitterschwüle Nacht
Ruft uns die Glockenstimme zu:
Wie nennst du dich? Wer bist denn du?

Und Mancher, der im langen Traum
Den eignen Namen fast verschlief,
Stieß nun von sich den schnöden Flaum
Und hastig die Parole rief,
So ernst die Glocke sprach und tief.

Wer möchte sich in solcher Zeit
Von deinem Heere schließen aus?
Was Lenz und Sonne hat zerstreut,
Das sucht im Sturme wohl sein Haus,
Nur Vagabunden bleiben draus.

Von der Zinne Rand
Von der Zinne Rand

„Annette von Droste-Hülshoff – Am fünften Sonntage nach Ostern“ weiterlesen

Ruhig

Jetzt aber ruhich, sagte der Lurich.

Frosch aus'm Schwarzwald
Der Frosch ist ruhich

Moment, das ist doch nur ein Frosch, halt die Gosch.

Ach! Das ist doch eine Kröte, ich Flöte.

Aber die Steine sind schön bunt. Also die im Bild, meine ich.

Sicher ist sicher: Die Pause geht weiter.