Heute vor fünf Jahren war die Welt noch in Ordnung

Heute vor fünf Jahren war die Welt noch in Ordnung.

Schnee in Sommerrain
Ein Bild das neidvoll in die eigene Vergangenheit blicken lässt: Schnee in Sommerrain

Die Welt war weiß vor Schnee und England noch Mitglied der eu.

Moment! Heute ist England doch immer noch in der eu. Jau! Aber nicht mehr Morgen.

Man könnte neidisch werden.

Clash of Nature

Der clash of culture ist ein trauriges Resultat menschenverachtender Politik, er kann nicht funktionieren, er funktioniert nicht, und er wird nicht funktionieren.

Der Rosensteinpark macht es möglich
Der Rosensteinpark macht es möglich, Stockente und Blesshuhn friedlich hintereinander. Geht doch.

Ganz anders ist es in der Natur. Unter ganz bestimmten Voraussetzungen findet ein nebeneinander verschiedener Arten statt. Zugegeben, man wird selten Katze und Maus (Tom und Jerry gilt nicht als Gegenbeweis) in stiller Eintracht beisammen finden.

Der Rosensteinpark macht es aber möglich, das wilde Bestien, wie im Bild zu sehen, friedlich miteinander auskommen.

Wer hätte das gedacht.

Ich wünsche allen einen gesegneten Tag

Anni Freiburgbärin von Huflattich

Sommerboten

Manch einer freut sich hoffnungsfroh auf den Frühling. Endlich die kalten Tage hinter sich lassen und auf dem Balkon oder im Garten die Sonne genießen.

Medizin gegen lausiges Winterwetter
Rosen im Winter: Medizin gegen lausiges Winterwetter

Frühblüher bringen viel Freude und Farbe in die Wohnung. Ich bin einen Schritt weiter gegangen. Ich habe mir den Sommer ins Haus geholt: Leuchtende Rosen.

Das aktuelle Wetter ist lausig.

Trostlos im Sonnenschein

Trübe dämmert der Januartag. Ein Hauch von Sonnenschein liegt über den toten Bäumen. Nix los mit dem Klima, der Schnee fehlt.

Düsterweg
Düster war der Tagesbeginn, hoffnungslos und nicht grau!

So geht das nicht. Ich glaube, ich werde bei den drei Fs (Feifen) mitmischen und globale Erwärmung fordern.

Jupp! Dann werden die schon sehen, was sie davon haben.

Ich wünsche allen, nicht nur den drei Fs, einen erbaulichen Wintertag.

Dem Guten, Schönen und Wahren gewidmet.

Hey Platong, bald ist Ruhe im Kartong.

Um sachdienliche Hinweise wird gebeten

Vor einigen Tagen habe ich irgendwo in den untiefen des Internets einen Witz gelesen. Der ging in etwa so:

Hattu kein Häskenwitz?
Hattu kein Häskenwitz?
Nich?
Eiße!

Zwei Soziologen finden den schwer misshandelten Körper einer vergewaltigten Frau. „Du“, sagt der eine, „wir müssen sofort den oder die Täter finden. Die sind bestimmt von ihrer Tat schwer traumatisiert.“

So, oder ähnlich, ging der Witz. Ich möchte nun gerne den genauen Witzwortlaut erfahren.

Für sachdienliche Hinweise gibt es von mir ein herzliches „vergelts Gott“.

Die Sonne scheint

Wochenlang hielt sie sich versteckt. Gestern war sie kurz zu sehen. Heute Morgen war der Himmel blau und die Sonne schien.

Gefährliche Sonnenflecken
Gefährliche Sonnenflecken treiben ihren Schabernack

Morgens steht die Sonne leider so, dass sie nicht vom wärmsten Balkon nördlich der Alpen fotografiert werden kann. Also habe ich meine Außenreporterin im Rosensteinpark um einige schöne Sonnenbilder gebeten. Zackzack!

Leider ist die Sonne wieder hinter den Wolken verschwunden und meine Freiburgsekretärin ist immer noch nicht erreichbar.

Das ist aber kein großes Malheur, denn in meinem Archiv habe ich ein Bild gefunden, das die Sonne zeigt. Das Aufnahmedatum ist von diesem Jahr. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass schon einmal die Sonne in diesem Jahr schien. Gut, mein Gedächtnis ist auch nicht mehr das, was es mal war.

Dumpfbacken

Eine Dumpfbacke aus der Regierung hat sich als Dumpfbacke geoutet. Klasse, habe ich gedacht, da habe ich viel zu reimen, das sage ich ganz barsch, auf den Arsch.

Dumpfbacken, zu blöd zum Backen
Dumpfbacken, tragen picobello Jacken,
Dumpfbacken, hau ihnen in die Hacken
Dumpfbacken, kann man nur verschnüren und einpacken

In der Koglerkehre denke ich mir immer die schönsten Kotelettgedichte aus
In der Koglerkehre denke ich mir immer die schönsten Kotelettgedichte aus

Bei Kilometer 821,4, da wo die Koglerkehre ist, fallen mir immer die besten Reime ein:

Dumpfbacken, können nur im Reichstag kacken
Dumpfbacken, voller Psychomacken
Dumpfbacken, kriegen eins auf den Nacken
Dumpfbacken, kann man nur einsacken
Dumpfbacken, nicht wert einen Tacken
Dumpfbacken, fehlen alle Zacken

Gleich bin ich am Ziel. Ich freue mich gleich auf Pommes rot – weiß, mit Currywurst. Lecker!

Dumpfbacken, können nur dümmlich quacken

Annette von Droste-Hülshoff – Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige

Evang.: Vom Aussätzigen und Hauptmann

„Geh hin, und dir gescheh, wie du geglaubt!“
Ja, wer da glaubt, dem wird sein Heil geschehen;
Was aber ihm, dem in verborgnen Wehen
Das Leben hat sein Heiliges geraubt?

Am dritten Sonntage nach Heilige Drei Könige

Herr, sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!
Herr, sprich das Wort, ich kann ja nichts als wollen;
Die Liebe kann das Herz dir freudig zollen,
Der Glaube wird ja nur als Gnade kund!

Wie kömmt es, da ich dich am Abend rief,
Da ich am Morgen ausging dich zu finden,
Daß du in Lauheit und des Zweifels Sünden
Mich sinken ließest, tiefer stets und tief?

Ist nicht mein Ruf in meiner höchsten Not
Zu dir empor geschollen aus der Tiefe?
Und war es nicht, als ob ich Felsen riefe?
Indes mein Auge stets von Tränen rot.

Verzeih, o Herr, was die Bedrängnis spricht!
Ich habe dich doch oft und süß empfunden,
Ich war ja Eins mit dir zu ganzen Stunden,
Und in der Not gedacht‘ ich dessen nicht!

Und ist mir nun, als sei ich ganz allein
Von deinem weiten Gnadenmahl verloren,
Der ausgesperrte Bettler vor den Toren:
O Gott, die Schuld ist doch gewißlich mein!

Fühlt‘ ich in Demut, wie ich nimmer wert,
Daß ich dein Wort in meinem Geist empfangen,
Daß meine Seufzer an dein Ohr gelangen,
Daß meine Seele dich erkennt und ehrt?

Mein Herr, gedenke meiner Sünden nicht!
Wie oft hab‘ ich auf selbstgewähltem Pfade
Geschrien im Dunkel, Gott, um deine Gnade
Wie um ein Recht und wie um eine Pflicht!

O hätt‘ ich ihre Gaben nicht versäumt,
Hätt‘ ich sie nicht zertreten und verachtet!
Ich stände nicht so grauenvoll umnachtet,
Daß das entfloh’ne Licht mir wie geträumt.

Wie oft ist nicht, noch eh‘ die Tat geschah,
Die als Gedanke lüstern mich umflogen,
In milder Warnung still vorbeigezogen
Dein Name mir, dein Bild auf Golgatha!

Und wenn ich nun mich frevelnd abgewandt,
Die Sünde, die ich klar erkannt begangen,
Wie hast du dann in reuigem Verlangen
Nicht oft in meiner Seele nachgebrannt!

Ach, viel und schwere Sünden übt‘ ich schon,
Noch mehr der Fehle, klein in ihren Namen,
Doch groß in der Verderbnis tiefstem Samen,
Taub für des jammernden Gewissens Ton!

Nun ist mir endlich alles Licht dahin
Und öfters deine Stimme ganz verschollen;
Doch wirf mich, o du siehst, ich kann noch wollen,
Nicht zu den Toten, weil ich lebend bin!

Mein Jesu, sieh, ich bin zu Tode wund
Und kann in der Zerrüttung nicht gesunden!
Mein Jesu, denk‘ an deine bittern Wunden
Und sprich ein Wort, so wird dein Knecht gesund!

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Bauernbübchen Bergmännchen

Niedlich, gell? Dabei bezeichnet Bauernbübchen in Süddeutschland die gleiche Pflanze wie Bergmännchen in Restdeutschland, also nordwärts.

Bauernbübchen
Bauernbübchen in unserem Balkonkasten

Die Traubenhyazinthe ist eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse, den Asparagaceae. Sieht lecker aus und ist ein Bote des frühen Frühlings.

Guten Morgen Sonnenschein. Hallo!

Der Artikel gestern Abend, der ist fein. Da werden Erinnerungen wach. An Hänsel. An Gretel. An die Hexe. An die böse Königin.

Guten Morgen Sonnenschein. Hallo!
Guten Morgen Sonnenschein. Hallo!

Die böse Königin hat es schlimm erwischt. Damals. Heute kann das aber so ähnlich passieren. Ich zitiere, was damals mit der Königin geschehen ist. Es ist einfach schön zu lesen:

„Zu dem Feste wurde aber auch Schneewittchens gottlose Stiefmutter eingeladen. Wie sie sich nun mit schönen Kleidern angetan hatte, trat sie vor den Spiegel und sprach:

»Spieglein, Spieglein an der Wand,
Wer ist die Schönste im ganzen Land?«

Der Spiegel antwortete:

»Frau Königin, Ihr seid die Schönste hier,
Aber die junge Königin ist noch tausendmal schöner als ihr.»

Da stieß das böse Weib einen Fluch aus, und ward ihr so angst, so angst, daß sie sich nicht zu lassen wußte.

Sie wollte zuerst gar nicht auf die Hochzeit kommen, doch ließ es ihr keine Ruhe, sie mußte fort und die junge Königin sehen. Und wie sie hineintrat, erkannte sie Schneewittchen, und vor Angst und Schrecken stand sie da und konnte sich nicht regen.

Aber es waren schon eiserne Pantoffel über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen hereingetragen und vor sie hingestellt. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel.“

Schön, gell? So schön kann‘ auch im richtigen Leben werden, mit bösen Muttis und bösen Königinnen.

Ich wünsche allen einen erfreulichen und gesegneten Tag.

Anni Freiburgbärin von Huflattich