Am Mittwochen in der Charwoche

Evang.: Von der Auferstehung der Toten

Wohl, so will ich vorwärts gehen
Mit der schwergepreßten Brust;
Wird doch alles mir bewusst,
Wenn die Toten auferstehen.
Und so lange muss ich tragen,
Dies ist meine größte Not,
All die übermüt’gen Fragen,
Die mich drücken in den Tod.

Bedrohlich
Bedrohlich wird es sein

Wie ein Leib, der längst entfaltet
Durch der Pflanze milden Saft
In erneuter Lebenskraft
In den zweiten Leib gestaltet,
Wie er wieder mag erscheinen,
Von dem Andern unverwehrt,
Der ihn trug in den Gebeinen,
Und vom Dritten längst verzehrt;

Was vom Guten, was vom Bösen
In der Seele mannigfalt;
Wie die heiligste Gewalt
Sich in Erdenlust will lösen,
Dass in jenen zarten Stunden,
Wo wir wie mit Gott vereint,
Uns am schwächsten oft gefunden
Jener ewig rege Feind;

Und noch viele andre Dinge,
Die mir nicht zu wissen Not
Und mich drücken in den Tod,
Ach, dem Frommen gar geringe!
Doch in meinem leeren Herzen,
Sonder Wahrheit, sonder Rast,
Lagern sie zu dumpfen Schmerzen,
Eine spitze Felsenlast.

Herr, ich kann sie nicht verbannen,
Nur verschließen fest und treu;
Und das Leben rauscht vorbei,
Und dein Tag treibt sie von dannen!
Sieh, so kann ich gläubig sagen;
Aber meine Seele steht,
Wenn der Tag von allen Tagen
Furchtbar mir vorüber geht.

Wie wenn in beklemmter Schwüle
Eine schwarze Wolkenmacht
Schwärzer dunkelt durch die Nacht,
Daß wir um des Wetters Kühle
Flehn mit allen seinen Schrecken:
Liegt in deiner Ewigkeit,
Wie ein heißer dunkler Flecken,
Jene namenlose Zeit.

Aber wie mit Eisenketten
Schließ ich meine Augen fest,
An die Felsenwand gepreßt,
Vor dem Schwindel mich zu retten.
Und so will ich vorwärts gehen
Mit der schwerbeladnen Brust;
Wenn die Toten auferstehen,
Wird doch Alles mir bewußt.

aus: Annette von Droste-Hülshoff – Das geistliche Jahr

Tiere in Not! Danke Spender

Nu‘ is‘se also vorbei. Die richtich kalte Jahreszeit in der die Tierkes fürchterlichteste Not leid‘n tun.

Ab sofort neu!
Ab sofort neu!
Pommes un‘ Wildschweindelikatessen in’ne Pommesbude von’nem Theo!
Echt lecker!!!

Der Januar war wirklich richtich Eißekalt un‘ da kann‘ich nur sag‘n tun: „Klasse ihr Spender für Tiere in Not!“

In‘nem letzten Monat sin‘ so viele Tiere bei mir an‘ne Pommesbude vorbei gekomm‘n un‘ wollt‘n ‘n schönet warmes Plätzken un‘ da hab‘ich natürlich nich‘ nein gesacht.

In‘nem Januar hab‘ich dank so vieler Spender mein‘ Verkauf von Hähnchen um 50 %, den von‘ne Hamburgers um 84,78 % un‘ den von‘ne Bulleten um saaaaaagenhafte 250 % steigern können. Das Wildschweingeschäft war dann doch nich‘ so prall.

Ohne die vielen Tierkes in‘ne Not wäre mein Geschäftserfolg gar nich‘ möglich gewes‘n.

Deswegen nochmal ein riesiges Danke an alle Spender.

Es klappert! Auf zu munterem Tagwerk

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp.
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp klapp.

Der Bach rauscht gerade nicht so doll
Der Bach rauscht gerade nicht so doll

Er mahlet uns Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir solches, so hat’s keine Not.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

Flink laufen die Räder und drehen den Stein, klipp klapp,
und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein, klipp klapp.

Mühlrad in der Ruhephase
Mühlrad in der Ruhephase. Um 8:24:32 wird durchgestartet

Der Bäcker dann Zwieback und Kuchen draus bäckt,
der immer den Kindern besonders gut schmeckt.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt, klipp klapp,
die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp klapp.
Und schenkt uns der Himmel nur immerdar Brot,

Dieses Brot hat gut geschmeckt. Made by Annisekretärin
Dieses Brot hat gut geschmeckt. Made by Annisekretärin

so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp klapp, klipp klapp, klipp klapp!

Text: Schulmeister Ernst Anschütz, 1824