Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Im Februar bereitet sich die Natur ganz langsam auf den Frühling vor

Heute ist ein trauriger Tag, leider lässt er sich nicht vermeiden. Angefangen hat das Elend des heutigen Tages am 24. Dezember, als der schönste aller Tannenbäume sich in einen Weihnachtsbaum verwandelte.

Es weihnachtet sehr

Es weihnachtete sehr

Über drei Wochen erfreute der herrlich geschmückte Baum unser Wohnzimmer und ließ es in einem wohlig warmen Licht erstrahlen. Der Baum, eine Nordmanntanne, hat im Gegensatz zu den früher üblichen Fichten, die hervorragende Eigenschaft, keine Nadeln zu verlieren. Leider werden im Laufe der Zeit die Zweige immer schwächer und hängen fast auf dem Boden und mit ihnen Kugeln, Kerzen und Lametta.

Heute ist also der Tag, da wir schweren Herzens den Weihnachtsbaum in einen Tannenbaum zurückverwandeln und ihn dann komplett entsorgen. Schnüff. Langsam kommen wir in ein Alter, in dem wir doch Sympathien für Böll entwickeln. „Und das nicht nur zur Weihnachtszeit“ wird für uns immer mehr eine Option, die man im Hinterkopf hat und die im Laufe der Jahre immer weiterwächst: „Warum sollen wir diesen herrlichen Weihnachtsbaum einreißen? Warum sollen wir uns Mitte Januar nicht einen neuen Baum holen und ihn schmücken? Warum sollen wir nicht Mitten im Juli unter dem Weihnachtsbaum eine kühle Weinschorle trinken?“

Fragen über Fragen, die immer drängender werden.

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