Glückwunsch

Brech der lustige Sonnenschein
Mit der Tür euch ins Haus hinein,

Rosensteinpark
Frühnebel im Herbst

Dass alle Stuben so frühlingshelle;
Ein Engel auf des Hauses Schwelle
Mit seinem Glanze säume
Hof, Garten, Feld und Bäume,
Und geht die Sonne abends aus,
Führ er die Müden mild nach Haus!

Joseph von Eichendorff
Gedichte (Ausgabe 1841)

Über den lustigen Sonnenschein

Brech der lustige Sonnenschein
Mit der Tür euch ins Haus hinein,

Rosensteinpark im Frühnebel
Der Rosensteinpark im Frühnebel
Herbstliches Idyll mit schnatternden Graugänsen

Dass alle Stuben so frühlingshelle;
Ein Engel auf des Hauses Schwelle
Mit seinem Glanze säume
Hof, Garten, Feld und Bäume,
Und geht die Sonne abends aus,
Führ er die Müden mild nach Haus!

Joseph von Eichendorff
Gedichte (Ausgabe 1841)

Morgenstern

Morgenstern der finstern Nacht,
der die Welt voll Freuden macht,
Jesu mein,
komm herein,
leucht in meines Herzens Schrein,
leucht in meines Herzens Schrein.

Rosensteinpark
Du allein,
Jesu mein,
bist, was tausend Sonnen sein

Schau, Dein Himmel ist in mir,
er begehrt Dich, seine Zier,
säume nicht,
O mein Licht,
komm, komm, eh der Tag anbricht,
komm, komm, eh der Tag anbricht.

Deines Glanzes Herrlichkeit
übertrifft die Sonne weit;
Du allein,
Jesu mein,
bist, was tausend Sonnen sein,
bist, was tausend Sonnen sein.

Du erleuchtest alles gar,
was jetzt ist und kommt und war,
voller Pracht
wird die Nacht,
weil Dein Glanz sie angelacht,
weil Dein Glanz sie angelacht.

Deinem freudenreichen Strahl
wird gedienet überall,
schönster Stern,
weit und fern
ehrt man Dich als Gott den Herrn,
ehrt man Dich als Gott den Herrn.

Ei nun, goldnes Seelenlicht,
komm herein und säume nicht.
Komm herein,
Jesu mein,
leucht in meines Herzens Schrein,
leucht in meines Herzens Schrein.

Angelus Silesius 1624 – 1677