Best of Anni Freiburgbärin von Huflattich

Wenn seltsame Sterne am Himmel stehen, dann verschwindet jede Wasserscheu

Monats-Archive: Dezember 2020

Ich werde unterdrückt! Von Anni, diesem Teddybären. Vorgestern fragte sie mich, ob ich für Morgen, also für gestern von heute aus gesehen, einen Text auswendig lernen könne. Heute ist gestern vorbei und ich habe immer noch nicht meinen Auftritt gehabt. Jetzt reicht es mir.

Hähnchen schmollt!

Das Hähnchen schmollt!

Hier ist mein Text. Um den zu verstehen muss man wissen, dass Esel und Katze kommen und der Esel mich fragt: „Du schreist einem durch Mark und Bein, was hast du vor?“

Dann… Weiterlesen

Es dauerte nicht lange, da sah der Esel eine Katze am Wege sitzen, die machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. „Was ist denn dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?“ fragte der Esel.

Alte Katze

So begann meine Freundschaft mit einem wunderbaren Ex-Salamiproduzenten

„Wer kann da lustig sein, wenn’s einem an den Kragen geht“, antwortete die Katze. „Weil ich nun alt bin, meine Zähne stumpf werden und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach Mäusen herumjage, hat mich… Weiterlesen

Es war einmal ein Mann, der hatte einen Esel, welcher schon lange Jahre unverdrossen die Säcke in die Mühle getragen hatte. Jedes Jahr zu Weihnachten durfte der Esel beim Krippenspiel den Esel spielen, denn er hatte eine wunderbare Sprech- und ein absolut herausragende Singstimme.

Esel mit Salami-Gen

Esel mit Salami-Gen als Freiburger Tierstimmenimitator – Der Beginn einer neuen Leidenschaft

Nun aber gingen die Kräfte des Esels zu Ende, das viele Rauchen hatte seiner Stimme gewaltig geschadet, so dass er zum Krippenspiel nicht mehr… Weiterlesen

Stephanus

Jerusalem, Jerusalem!
Wie oft erschollen ist sein Ruf;
Du spieltest sorglos unter dem
Verderben, unter Rosses Huf
Und Rades Wucht. Schau, darum ist
Verödet deine Stätte worden,
Und du ein irres Küchlein bist,
Sich duckend unter Geierhorden.

Schau, darum ist Verödet deine Stätte worden

Schau, darum ist Verödet deine Stätte worden

Vorüber ist die heil’ge Zeit,
Wo deine Sinne ihn erkannt;
Noch seiner Wunder Herrlichkeit
Zieht nur als Sage durch das Land.
Der Weise wiegt sein schweres Haupt,
Der Tor will dessen sich entschlagen,
Und nur… Weiterlesen

Durch alle Straßen wälzt sich das Getümmel,
Maultier, Kamele, Treiber: welch Gebimmel!
Als wolle wieder in die Steppe ziehn
Der Same Jakobs, und Judäas Himmel
Ein Saphirscheinen über dem Gewimmel
Läßt blendend seine Funkenströme sprühn.

Eine neue Zeit beginnt

Eine neue Zeit beginnt

Verschleiert‘ Frauen durch die Gassen schreiten,
Mühselig vom beladnen Tiere gleiten
Bejahrte Mütterchen; allüberall
Geschrei und Treiben, wie vor Jehus Wagen.
Läßt wieder Jezabel ihr Antlitz ragen
Aus jener Säulen luftigem Portal?

’s ist Rom, die üpp’ge Priesterin der Götzen,
Die… Weiterlesen

Es geschah aber in den selben Tagen, daß von Kaiser Augustus ein Befehl ausging, daß der ganze Erdkreis aufgeschrieben werde. Diese Aufschreibung war die erste, und geschah durch Cyrino, den Statthalter von Syrien.

Fröhliche Weihnachten

Wir wünschen ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest

Und alle gingen hin, sich aufschreiben zu lassen, ein jeder in seine Stadt.

Da zog auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, welche Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, um sich aufschreiben zu lassen mit Maria, seinem verlobtem Weibe, welche schwanger war.

Es begab sich aber, als sie daselbst waren, erfüllten sich die Tage, daß sie gebären sollte.

Und sie gebar ihren erstgeborenen Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, weil für sie kein Platz war in der Herberge.

Und es waren Hirten in der selben Gegend, die hüteten und in der Nacht wache hielten bei ihrer Herde. Und siehe, ein Engel des Herrn stand vor ihnen, und die Herrlichkeit Gottes umleuchtete sie, und sie fürchteten sich sehr.

Der Engel aber sprach zu ihnen: „Fürchtet Euch nicht! Denn sehet, ich verkündige Euch große Freude, die allem Volke zuteil werden wird; daß Euch heute der Heiland geboren worden, in der Stadt Davids, welcher Christus, der Herr, ist. Und dies soll Euch zum Zeichen sein: Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln eingewickelt und in einer Krippe liegend.“

Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, welche Gott lobten, und sprachen: „Ehre Gott in der Höhe, und Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!“

Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg gegangen waren in den Himmel, sprachen die Hirten zueinander: „Lasset uns hingehen bis Bethlehem, und das Wort sehen, das geschehen ist, und das uns der Herr kund getan hat.“

Und sie kamen eilend, und fanden Maria und Joseph, und das Kind, welches in der Krippe lag.

Da sie es aber sahen, machten sie bekannt, was zu ihnen von diesem Kind gesagt worden war. Und alle, die es hörten, wunderten sich, und über die Dinge, welche von den Hirten ihnen erzählt worden.

Maria aber bewahrte alle diese Worte, und überlegte sie in ihrem Herzen.

Und die Hirten kehrten zurück, in dem sie Gott priesen und lobten um alles dessen willen, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es zu ihnen gesagt worden war.

Lukas 2, 1 – 20

Aus: Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes mit dem Urtext der Vulgata übersetzt und mit erklärenden Anmerkungen versehen von Augustin Arndt S. J. ,1914. (Allioli Bibel)

Allen unseren Freunden und Lesern wünschen wir ein gesegnetes und gnadenreiches Weihnachtsfest!

Anni Freiburgbärin von Huflattich und Freunde


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Weihnachtlich wird es langsam aber sicherDie Würfel sind gefallen. Wir, also ich, haben entschieden: Heute gibt es Kartoffelsalat, denn zu einem erlesenen Weihnachtsschmaus gehört Kartoffelsalat. Das ist Tradition.

Aber kaum einer erinnert sich mehr daran, wie es zu diesem Brauchtum kam.

Aus diesem Grund habe ich gewissenhaft recherchiert und kann nun stolz die Geschichte der Erfindung des Heiligabendkartoffelsalats präsentieren.

Weil ich den Heiligabendkartoffelsalat erfunden habe.

 

Der Heiligabendkartoffelsalat

Anni Freiburgbärin von HuflattichVor langer, langer Zeit, als grade eben die Kartoffel in Deutschland heimisch ward, und schon ganz viele Menschen nach Genuss der Kartoffelfrüchte gestorben waren – lebte eine Bärin namens Anni mit ihrer Familie im tiefen Wald. Es war ein bitterkalter Winter, so kalt, dass die Kälte sogar die Winterruhe der Bären (mit Ausnahme des Dicken, Annis aller, aller bester Freund) verhinderte.

Stille Nacht, eisige NachtAnni lag in ihrem Bett und versuchte zu schlafen, aber es gelang ihr nicht. „Mist!“, fuhr es ihr plötzlich durch den Kopf, „was ist, wenn der Dicke jetzt wach wird und Hunger hat? Was ist, wenn ich grade jetzt feststellen muss, dass ich auch Hunger habe?“

Keine nullkommafünf Sekunden später schnürte Anni durch den tief verschneiten Wald, auf der Suche nach etwas Essbarem.

Anni im SchneeNach Stunden vergeblicher Suche sah Anni plötzlich ein fernes Licht leuchten. „Guck an“, dachte Anni, „Menschen! Da habe ich ausgesorgt“. Doch dann fiel Anni ein, dass sie Vegetarierin war, und Menschen gar nicht auf ihrem Speiseplan vorkamen. Aber, dachte Anni frohen Mutes, „wo Menschen sind, da ist bestimmt auch etwas Essbares zu finden.

So ist Anni deutlicher zu erkennen!Also schlich Anni sich ganz vorsichtig an und spähte durch das Fenster des Hauses. Drinnen war ein armselig möblierter Raum, ein wackliger Tisch und ein leerer Teller darauf, zu sehen.

„Die sind ja noch ärmer dran als ich“, dachte Anni, „aber vielleicht finde ich etwas genießbares, wenn ich mich hier umschaue“, und so war es auch.

So etwa sah der Misthaufen im Sommer aus!In einer wind- und schneegeschützten Ecke fand Anni einen Misthaufen und am Rand des Misthaufens ein Plakat mit Totenkopf und den von zittriger Hand verfassten Worten: „forsischt givt“. Daran erkannte Anni sofort, dass die Rechtschreibung noch nicht erfunden war.

Dann aber entfuhr es ihr: „Potzblitz, das sind ja Kartoffeln, die nehme ich mit und mache uns daraus ein leckeres Kartoffelgericht!“ Natürlich wusste Anni instinktiv, dass sie von den Kartoffeln nur die Knollen, nicht aber die Früchte essen durfte.

Grade als Anni die Kartoffeln schulterte und sich auf den Heimweg machen wollte, hob im Stall neben dem Misthaufen ein ungeheures Gezeter an. Neugierig blickte Anni in den Stall und sah eine junge Ente, die ein riesiges Ei ausbrütete.

Das Ei-Henne Problem. Anni entschied sich für das Ei als Zutat„Was schreist du so grässlich?“ fragte Anni die Ente, die sich bei näherem hinschauen als ziemlich jung, fast noch ein Kücken, erwies.

„Was soll ich nicht schreien, kreischen und zetern“, schrie das Kücken, „ich bin zu Höherem berufen, als taube Eier auszubrüten … ich möchte Karriere machen … als Schauspielerin!“

„Das kann ich gut verstehen“, antwortete Anni, „aber dein Problem verstehe ich nicht. Warum gehst du nicht zu einer Schauspielschule und lernst die Schauspielerei? Um das Ei werde ich mich kümmern … und die Gurke, die Zwiebel und die Flasche Maiskeimöl nehme ich ebenfalls mit.“

„Das würdest du für mich machen?“ fragte das Kücken entzückt, „dann mache ich, dass ich wegkomme und mit meiner Schauspielausbildung beginne. Das ist herrlich, heute ist ein ganz besonderer Tag“. Nach einer Kunstpause sagte das Kücken dann: „Ach ja, das ist kein Maiskeimöl, das ist biodynamisches Sonnenblumenöl“, und hast du nicht gesehen, war das Kücken verschwunden.

Das kann, muss man aber nicht als Zutat verwenden

Das kann, muss man aber nicht als Zutat verwenden

Noch auf dem Rückweg zu ihrer Bärenhöhle entwickelte Anni aus den Zutaten, Kartoffeln, Ei, Zwiebel, Sonnenblumenöl und Gurke ein schmackhaftes Menü. Und das ging so:

Die Kartoffeln kochen, dann pellen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Die Zwiebel schneiden und in kleine Stücke hacken.

Die Gurke waschen oder wahlweise schälen und in kleine Stücke schneiden.

Alle Zutaten in einen Topf, dann das Ei aufschlagen und trennen. Das Eigelb kräftig schlagen und tröpfchenweise Öl und Essig zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und dann die so entstandene Mayonnaise über die Kartoffeln gießen.

Voila: Ein lecker Kartoffelsalat!

Die Kartoffelsalatzubereitung fand unter erschwerten Bedingungen statt

Die Kartoffelsalatzubereitung fand unter erschwerten Bedingungen statt

Genauso wie Anni das köstliche Essen ausgedacht hatte, geschah es dann auch. In ihrer Bärenhöhle bereitete sie einen wunderbaren Kartoffelsalat. Zwar fluchte Anni ab und zu leise vor sich hin, weil die Menschen noch keine Elektrizität und keine elektrischen Küchengeräte erfunden hatten, aber als dann der herrlich duftende Kartoffelsalat fertig war, da war auch alle Mühsal vergessen.

Der Duft des Kartoffelsalates weckte sogar den Dicken und gemeinsam aßen sie, bis sie pappsatt waren.

Schließlich sagte Anni zum Dicken: „Heute muss ein besonderer Tag sein, irgendetwas ist anders als sonst … schöner … fröhlicher“.

„Das ist kein Wunder“, antwortete der Dicke, „ich bin ja aufgewacht!“.

„Das gehört dazu … und auch das Kücken, dem ich helfen konnte“, sagte Anni, „aber das meine ich nicht. Etwas liegt heute in der Luft, etwas ist anders … hoffnungsfroh.“

Nach einer langen, schweigsamen Pause sagte Anni zum Dicken: „Es ist noch soviel Kartoffelsalat übrig geblieben. Den werde ich jetzt nehmen und dem armen Bauern bringen. Der freut sich bestimmt, wenn er etwas schönes zu Essen bekommt“.

Und so geschah in jener ereignisreichen Nacht, das Anni den Kartoffelsalat und Weihnachtsanni erfand.

Es war der 24. Dezember 1631, bitterkalt und mitten im dreißigjährigen Krieg.
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Frischemäßig liegt Weihnachten dieses Jahr recht günstig. Heute lässt sich noch ein klasse gefrorener Truthahn kaufen. Bis 12:00! Meistens. Kalt ist diese Art von Tiefkühltruthahn, aber Eiseskälte gaukelt unter Umständen nur Frische vor.

Eine Truthenne wie aus dem Bilderbuch, frisch und lecker!

Eine Truthenne wie aus dem Bilderbuch, frisch und lecker!

Wie also zu frischem Fleisch kommen, wenn man knackig frisch geschlachteten Truthahn haben möchte?

Ganz einfach. Findige Biobauern bieten ab sofort Frischfleisch zu mitnehmen an.

(Trut)henne Berta. Frischer geht’s nicht!

Kaufen, schlachten, rupfen, ausnehmen, würzen (Lorbeerblatt nicht vergessen), backen.

Fertig ist der absolut frische Feiertagsschmaus

Lieber guter Weihnachtsmann, verschon mein Haus, zünd‘ Nachbarns an.
Kommst du durch den Schornstein gekrochen,
füll‘ viele Spezereien in mein Sochen.

Iron Weihnachtsman

Iron Weihnachtsman. Endspurt. Noch 493,8276302782 KM (Wert nach 10 Nachkommastellen abgerundet, Wertegenauigkeit 64 Nachkommastellen) bis zum Rentierbierbraten. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen.

Den Tannenbaum lass unberührt,
er brennt sonst lichterloh,
das sage ich ganz ungeniert,
denn gefroren ist das Wasser auf dem Klo.

Ach ja, die Rentiere lass mal hier,
mit denen feiern wir beim Bier
und… Weiterlesen

Weihnachten kommt. Das ist sicher. In nur zwei Tagen beginnt das große Fest mit dem Heiligenabend.

Stilleben mit Hyazinthe

Stilleben mit Weihnachtshyazinthe und angebrannten Adventskerzen

Woher ich das weiß? Nun, das ist einfach. Das Bild ist der Beweis: Stilleben mit abgebrannten Adventskerzen.

Wie? Das sei kein Beweis? Doch! Die Weihnachtshyazinthe ist auch dabei.

q.e.d.